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jahrgang_2005_ausgabe_02_artikel_03

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2005_ausgabe_02_artikel_03 [2017/02/27 22:09]
jahrgang_2005_ausgabe_02_artikel_03 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Aus der Praxis für die Praxis===
 +====Auf den Müll mit dem Müll====
 +Erfahrungswerte belegen, dass ca. 20% der insgesamt abzurechnenden ,,​kalten"​ Betriebskosten auf die Position ,,Kosten der Müllbeseitigung"​ entfallen. Der Hinweis, dass man von der hierfür vor Ort gültigen Gebührenordnung uneingeschränkt abhängig ist und ,,wenig gemacht werden kann", geht im Regelfalle fehl: Viele kommunale Gebührenordnungen legen in Abhängigkeit z.B. von der GröBe der Müllgefäße,​ der Leerungshäufigkeit oder der Entfernung zwischen Müllstandplatz und Abfahrort unterschiedliche Gebührenklassen fur die Müllbeseitigung fest. Hier gilt es zunächst, im Rahmen der jeweiligen Gebührenordnung die jeweils optimale Gebührenklasse zu wählen. Soweit dieses aufgrund von bestimmten ört­lichen Situationen nicht möglich ist, sollte man im Unternehmen festlegen, class  im  Rahmen ​ künftiger ​ Um- bzw Neugestaltungen der AuBenanlagen auch die jeweilige Müllsituation mit untersucht wird, um die Voraussetzun­ggen für eine optimale ​ Gebührenklasse zu schaffen.
 +Selbstverständlich schlieBt dieses die Nutzung aller Möglichkeiten der Wert­stofftrennung bis hin zum Ersatz von Restmüllbehältern durch Entleerungsbehälter des Dualen Systems Deutschland ein. Mit in Krafttreten der Betriebskostenverordnung (BetrKV) hat der Verordnungsgeber ausdrücklich auch die Kosten des Betriebs von Müllkompressoren,​ Müllschluckern,​ Müllabsauganlagen sowie des Betriebs von Müllmen­generfassungsanlagen einschlieBlich der Kosten der Berechnung und Auftei­lung in die Kosten der Müllbeseitigung mit aufgenommen. Auch dadurch er­ geben sich fur die Wohnungsunternehmen weitere Gestaltungsmöglichkeiten zur Reduzierung dieser Kosten.
 +Darüber hinaus haben sich  bereits ​ seit Jahren viele Fremdfirmen auf das Abfallmanagement spezialisiert. U.a. beraten sie die Mieter hinsichtlich optimierter Nutzungsmög­lichkeiten der Hausmül­lentsorgung und nehmen Reinigungsarbeiten in und an den Müllstandplätzen vor. Im Rahmen ihrer Aufgabenstellungen beraten sie auch die Wohnungsunternehmen zur Vermeidung unnützer Müllentsorgungskapazitäten. Diese Firmen arbeiten in der Regel erfolgsabhängig,​ d.h. ihr Honorar bemisst sich nach einem bestimmten Prozentsatz der erreichten Einsparungen. Bei den Mietern kommt es auf diese Weise zu einer um das Honorar der Fremdfirmen verminderten Gebührenentlastung (s. hierzu auch Beitrag ,,​Mullmanagementkosten kei­ ne Betriebskosten?"​).
 +Auch durch die Anlage der Müllplätze können ​ Müllbeseitigungskosten ​ optimiert werden. Diese sollten so platziert sein, dass sie jederzeit von allen Mietern gut angenommen werden, also z.B. in unmittelbarer Nähe des Weges von den  Hauseingangstüren zu den Garagen bzw. Kfz-Stellplätzen. Das vermeidet u.a. zusätzliche Reinigungskosten,​ die durch achtlos in den AuBenanlagen ,,​entsorgten"​ Müllent­stehen,​ da die Mieter einen ,,​zusätzlichen"​ Weg zum nächsten Müllstandort scheuen.Festzustellen ​ bleibt, dass dem  Vermieter eine Vielzahl von organisatorischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, gemeinsam mit seinen Mietern auf die Kostenbremse bei der Müllentsorgung zu treten. Getreu dem Motto ,,Auf den Müll, mit den  Müll-Kosten"​!
 +Carl Peter Blocker
  
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 +inhalt
jahrgang_2005_ausgabe_02_artikel_03.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)