BekoNet - WiKi

     Das Betriebskosten-WiKi

Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


jahrgang_2005_ausgabe_02_artikel_10

===Müllmanagementkosten keine Betriebskosten?=== ====Müllmanagementkosten keine Betriebskosten?==== Die Kosten für eine mit dem Müllmanagement beauftragte Firma sollen nicht als Betriebskosten umlagefähig sein. Das geht zumindest aus einem Urteil des Amtsgerichts Berlin -Mitte vom 10. November 2004 hervor (21 C 109/04, veri:iffentlicht in MieterMa­ gazin 2005, S. 75). Aus der Tatsache, dass es durch das Müllmanagement zu Einsparungen bei den Kosten der Müllbeseitigung kam, schlussfolgerte das Amtsgericht, dass die Müllkosten zuvor unwirtschaftlich waren. Es ware demnach eine eigene Aufgabe des Vermieters, für eine Abfallentsorgung nur im notwendigen Maße zu sorgen und entsprechende Schritte zu veranlassen. Wenn er dazu Dritte einschaltet, kann er die dadurch verursachten Kosten nicht den Mietern auferlegen. Anm.: Offenkundig hat sich das AG Mitte nicht sehr intensiv mit der Frage nach den Verursachern der Müllbeseitigungskosten und dem Thema Müll- bzw. Abfallmanagement auseinandergesetzt. Insbesondere in größeren Wohnanla­gen haben Vermieter nur geringe Mög­lichkeiten, auf das Müllbewusstsein ihrer Mieter und damit auch auf die Höhe des für die Müllkosten maßgeblichen Restmüllvolumens Einfluss zu nehmen. Dieses gelingt nur entspre­chenden Dienstleistungsunternehmer, die mit professionellen Methoden und unter optimaler Nutzung der Wertstofftrennung eine Reduzierung der Müllbeseitigungskosten - unter Einbeziehung ihres Honorars - erreichen. Unterm Strich kommt für die Mieter eine z.T. erhebliche Entlastung heraus. Deshalb halten z.B. das Amtsgericht Mainz (Ur­ teil vom 13. Mai 2005 - 72 C 19/03) und Langenberg (Betriebskostenrecht der Wohn- und Gewerberaummiete, 3. Auflage, G 31) die Kosten des Müllmanagements für umlagefähige Betriebskosten . Das sind sehr sachgerechte und gleich­zeitig mieterfreundliche Auffassungen. Denn wer für seine Anstrengungen im Betriebskostenmanagement ,,bestraft" wird, indem er auf den dadurch ent­standenen Kosten sitzen bleibt, lässt es bleiben. Zum Nachteil der Mieter! inhalt

jahrgang_2005_ausgabe_02_artikel_10.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)