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jahrgang_2005_ausgabe_03_artikel_03

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2005_ausgabe_03_artikel_03 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Technik in Wohnanlagen===
 +====Damit auch die Technik in den Wohnanlagen reibungslos ​ funktioniert... ====
 +Neben den ,,​klassischen"​ Installationen wie Aufzugs- und Heizanlagen sind in vielen ​ Wohnobjeken weitere Anlagen und Einrichtungen wie zum Beispiel Notstromanlagen,​ Rauchabzugsanlagen,​ Druckerhöhungsanlagen oder Videoüberwachungsanlagen installiert. ​
 +Für die Überwachung eines reibungslosen Betriebs dieser Anlagen ​ werden im Regelfall entsprechende Wartungsverträge abgeschlossen. Die daraus resultierenden laufenden Kosten zäh­len zu den wohnungswirtschaftlichen Betriebskosten,​ so dass auch fur diesen Bereich die Verpflichtung zur Beachtung der Wirtschaftlichkeit gemäß §556 Abs. 3 BGB einzuhalten ist.
 +Vor Abschluss derartiger Wartungsver­träge sollten deshalb einzelne Vertragsteile kritisch überprüft werden. Die Frage, ob ,​.Vollwartungsverträge" ​ abgeschlossen ​ werden sollten, ist differenziert zu betrachten: Im Regelfall ​  ist davon  auszugehen, dass je nach Gewerk in den ersten Jahren keine oder  nur sehr  geringe Reparaturkosten anfallen bzw. auf­grund ordnungsgeäß durchgeführter Wartungsarbeiten anfallen ​ werden. ​ Bei  den  Auftragnehmern ​  wird so ein ,,​Anspareffekt"​ umgesetzt mit dem Ziel, in späteren Jahren zmnehmende Reparaturkosten abzudecken. Wird ein Voll-Wartungsvertrag nicht verlängert,​ könnten ​ diese  Beträge für den Fall erhöhter Reparaturanfälligkeit in den dann  folgenden Jahren für das Wohnungsunternehmen nicht mehr zur Verfügung ​ stehen - ganz zu schweigen von möglichen Insolvenzen dieser Firmen vor Fristablauf. Wirtschaftlich ​  ​sinnvoller könn­te es deshalb sein, für die ersten Betriebsjahre in Abhängigkeit der jeweiligen technischen Installation
 +,.normale Wartungsverträge"​ ab­zuschließen. Im Regelfall werden in diesen ​  ​Jahren keine oder sehr geringe Reparaturkosten anfallen, wobei während gesetzlicher Garantiefristen Wartungskosten ganz entfallen. müssen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sollte dann mit den Wartungsfirmen darüber verhandelt ​ werden,ob Anschlussverträge als Vollwartungsverträge abgeschlossen werden.
 +Dabei is t zu beachten, dass die An-
 +gemessenheit eines prozentualen Abzuges anteiliger Instandhaltungs­ kosten ​  ​von ​   ,​.Vollwartungskosten"​ in der Rechtsprechung sehr unter­ schiedli ch  beurteilt wird. Unbedingt sollten die Leistungsinhalte der Wartungsverträge - möglicherweise unter Hinzuziehung eines entsprechenden Fachingeniebüros - auf Sinnhaftigkeit überprüft werden: Eine  Position ,.Optische Kontrolle der externen Bedienungselemente"​ z.B., unter der zu ver­stehen ist, dass der Monteur beim Betreten des Gebäudes einen kurzen Blick auf die Bedienungsknöpfe im Erdgeschoss wirft und dafür dann 32,20 € zzgl. MwSt. fällig werden, sollte aus Aufzugswartungsverträgen verschwinden.• Auch im Sinne des §556 Abs. 3 BGB sollten indizierte Preisgleitklauseln,​die automatische Preisanhebungen zur Folge haben grundsätzlich vermieden werden. Allenfalls konnte vereinbart werden, dass der Auftragnehmer das Recht hat, über zukünftige Kostenentwicklungen sachlich begründete Gespräche zu fuhren, ​ wenn  sich  bestimmte ​  ​Rahmenbedingungen verändert haben.Mit der Installation der unterschiedlichsten technischen Gewerke in den Wohnanlagen sind zwangsläufig zu­ nehmende (Betriebs-) Kosten verbunden. Die oft komplizierte Technik muss immer und jederzeit funktionieren. Hierfür sind die beauftragten Fachleute zuständig; alle möglichen Einsparpo­tenziale sicherzustellen,​ ist  Aufgabe der Wohnungswirtschaft.
  
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jahrgang_2005_ausgabe_03_artikel_03.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)