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jahrgang_2005_ausgabe_04_artikel_03

Unterschiede

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jahrgang_2005_ausgabe_04_artikel_03 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Verkehrssicherung des Baumbestandes=== 
 +====Verkehrssicherung des Baumbestandes==== 
 +Wichtiger Bestandteil der AuBenanlagen ist der Baumbestand. Seine Kontrolle und Pflege dient nicht nur dem gepflegten Erscheinungsbild,​ sondern auch dem Ausschluss von Gefahren, die insbesondere von altem Baumbestand ausgehen können. Zu den damit im Zusammenhang stehenden Verkehrssicherungspflichten haben sich der BGH und mehrere lnstanzgerichte in der Vergangenheit bereits geäuBert. Ein Regelwerkausschuss der For­schungsgesellschaft Landschafts­entwicklung Landschaftsbau (FLL) hat dieses aufgegriffen und im Dezember 2004 in einem Regelwerk zur Verkehrssicherungspflicht bei Baumen - der FLL-Baumkontroll­richtlinie - umgesetzt. Danach be­dürfen grundsätzlich alle Baume, die z. B. an StraBen, Wegen, Plätzen oder Spiel- und Sportanlagen stehen, einer regelmäBigen Kontrolle in Form einer Sichtkontrolle durch fachlich qualifizierte lnaugenscheinnahme. Positiv dabei ist, dass die Richtlinie keine starren Halbjahreskontrollen vorsieht, wie von Teilen der Recht­sprechung gefordert. Hier wird viel­ mehr unterschieden zwischen unterschiedlichen Anforderungen bei Jungbäumen,​ Bäumen ​ in  der  Rei­fe- und Alterungsphase und stark geschädigten Bäumen. Bei Anlagen mit nach dieser Klassifizierung unterschiedlichem Baumbestand,​ der keine Besonderheiten aufweist, kann eine einheitliche Jahreskontrolle eingeführt werden. Da die fachliche Eignung zur Durchführung dieser Regelkontrollen nicht an eine bestimm  
 +te Ausbildung des Baumkontrolleurs anknüpft, könnten diese Kontrollen auch von entsprechend eingearbeiteten Hauswarten durchgeführt werden. Sinnvoll ​ und  zweckmäBig ist es, diese Prüfungsleistungen bei Bewirtschaftungs- ​  ​bzw. ​  ​Pflegeverträgen in den Arbeitsvorgaben oder in der Ausschreibung zu formulieren und die durchgeführten Kontrollen sorgfältig zu dokumentieren. Möglicherweise daraus resultierende zusätzliche Kosten können wegen ihrer unmittelbaren Nähe zu den Er­haltungs- und PflegemaBnahmen als Kosten fur den Hauswart oder als Kosten der Gartenpflege umgelegt werden (s. hierzu auch sinngemäB LG Landshut , Urteil vom 8. Oktober 2003 - IZ S 1677/03 - in Betriebs­kosten aktuell 3/2004, S. 3). 
 +inhalt
jahrgang_2005_ausgabe_04_artikel_03.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)