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jahrgang_2006_ausgabe_01_artikel_01

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2006_ausgabe_01_artikel_01 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Senkung der Müllgebühren===
 +====Senkung der Müllgebühren====
 +Die Wohnungsgesellschaft Meusel witz (Thuringen) hat steigenden Ab­fallgebühren den Kampf angesagt. Zusammen ​ mit  dem Messdienstun­ternehmen ​ MESA  hat  es insbeson­dere in größeren Wohnungsgebieten ein computergestütztes verbrauchs- und kostengerechtes Restmüllentsorgungssystem eingesetzt. Das System wird über einen sogenannten Transponder geöffnet der ähnlich einer Chipkarte funktioniert. Die Transponder-Ident-Einheit ist mit einem Steuerrechner (PC im Hausanschlussraum) verbunden, der nach Wägung mittels einer C3-Präzisionswaage (auf 100 Gramm genau)die jeweils eingeschüttete Menge Restmüll registriert,​ dem jeweiligen Mieter zuordnet und die Daten bis zum Ende des Wirtschaftsjahres registriert. Die Schüttdaten werden zusätzlich auf einem auf der Box installierten Display angezeigt. Die von jeder Mietpartei erzeugte, kostenpflichtige Restmüllmenge kann somit nutzerabhängig exakt erfasst und die anteilige Gebühr am Jahresende über das Messdienstunternehmen abgerechnet werden.Nach Darlegung der MESA berücksichtigt ihre Projektidee häufig auftretende Fehler vorangegangener Projekte anderer Anbieter. Deren Wirkung über einen Abbuchungsautomat zwinge den Mieter nicht dazu , sich überhaupt eine Karte zu kaufen. ​       ​
 +Ebenso sei eine Kontrolle im nachhinein nicht mehr möglich. Das MESA-Prinzip orientiere sich deshalb auf die Zahlung. Der Zugang des Mieters mit seinem individuellen Transponder sei immer gewahrleistet. Es entstehe kein zusätzlicher Aufwand, trotzdem sei ei­ne Fernkontrolle möglich.
 +Heinz Kahnt, GeschaftsfOhrer der Wohnungsgesellschaft Meuselwitz:
 +,,Die gr6Bten Einsparpotenziale bei den  Abfallgebühren ​ sehe  ich  in der  konsequenten ​ Mülltrennung. Als wir mit der Umsetzung unseres Projektes im Jahr 200l begannen, hatten wir unsere Mieter hierüber informiert ​ und  deutliche ​ Entlastungen bei den MüllgebOhren versprochen. Dieses Versprechen haben wir eingehalten!"​ Nach anfänglicher Skepsis ​ gegenüber dem neuen Entsorgungssystem ist die Akzeptanz bei den Mietern heute groß. Die durchschnittliche Einsparung bei den Restmüllkosten pro Wohnung und Jahr betrug im Betriebskostenjahr ​  ​2004 ​  ​beachtliche 53,05 Euro. Das Restmüllaufkommen hat sich auf ein  Viertel ​ bis ein Sechstel des ursprünglichen Aufkommens reduziert. Was insbesondere durch ein besseres Verhalten der Mieter beim sorten- und artgerechten Trennen begründet ist. Neben der  Gewährleistung ​ eines   ​verbrauchergerechten ​  ​Umlageschlüssels empfindet die Wohnungsgesellschaft das saubere Müll­platzumfeld ebenfalls als wohltuend. Zwischenzeitlich hat sich das neue Müllentsorgungssystem sogar zu einem positiven Vermietungsinstrument ​ entwickelt.
 +Ein nachahmenswertes ​ Beispiel ​ er­folgreichen Betriebskostenmanage­ments,​ das u.a. auch mit einer loben­den Erwähnung im lnnovationspreis der Thuringer Wohnungswirtschaft 2005 bedacht wurde.
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jahrgang_2006_ausgabe_01_artikel_01.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)