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jahrgang_2006_ausgabe_01_artikel_06

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jahrgang_2006_ausgabe_01_artikel_06 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Betriebskostenspiegel===
 +====Betriebskostenspiegel====
 +Nun liegt er also vor, der erste re­prasentative,​ bundesweite Betriebs­kostenspiegel,​ der laut Deutscher Mieterbund (0MB) bundesweit gilt. Hut ab vor dieser hervorragenden Marketinginitiative. Wird doch durch die gewählten Begrifflichkeiten der Eindruck erweckt, als handele es sich wie beim qualifizierten Mieten­spiegel um einen nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen auf Basis einer repräsentativen,​ gewichteten Stichprobe erstellten Spiegel mit amtlichem Charakter. Abgesehen davon, dass mit einer Datenmenge von eher zufällig eingereichten l3.000 Betriebskostenabrechnungen (= weniger als ein Prozent des Mietwohnungsbestan­des) ​  ​die ​ Betriebskosten ​ für   über
 +21 Millionen ​ Mieterhaushalte nicht wirklich repräsentativ widergespie­gelt werden können, fehlen fur eine qualifizierte Analyse sämtliche wichtigen Strukturdaten,​ wie sie z.B. bei Mietenspiegeln mit GröBe, Baualter, Lage und Ausstattung vorhanden sind. Die vermeintliche Transparenz des Betriebskostenspiegels ist des­halb eine Scheintransparenz. Ohne die entsprechenden Struktur- und Verbrauchsdaten ​ kann  kein  Mieter beurteilen, ob seine Betriebskosten angemessen sind - selbst wenn sie im Mittelwert- oder unte­ren Grenzwertbereich liegen. ​ Der mit den Durchschnittswerten des Betriebskostenspiegels erweckte Eindruck der Angemessenheit der Betriebskosten ist nicht nur unseriös sondern auch gefährlich im Zusammenhang mit der oft restriktiven und willkürlichen Begrenzung der angemessenen ​ Unterkunftskosten fur Hartz IV-Empfanger. ​ Leider ​ ist es äuBerst schwierig, bei diesem zunächst einfach anmutenden Thema mit differenzierten Aussagen zu argumentieren. Dabei entsteht schnell der Eindruck einer defensiven Verhaltensweise. Das als  Polemik ​ oder ängstliche Haltung zu bezeichnen, liegt allerdings neben der Sache.Wir werden deshalb nicht nachlassen in unserem Bemühen, möglichst viele Wohnungsunternehmen ​ fur eine Teilnahme am Betriebskosten­ Benchmarking auf Basis der Geislinger Konvention zu gewinnen. Nur so können überzeugende Antworten zu Fragen der angemessenen Betriebskostenhöhe und dem Bemühen, diese kostensenkend zu beeinflussen,​ gegeben werden.
  
 +Dr. Joachim Wege Verbandsdirektor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
 +inhalt
jahrgang_2006_ausgabe_01_artikel_06.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)