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jahrgang_2007_ausgabe_04_artikel_08

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2007_ausgabe_04_artikel_08 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===„Klarstellendes“ BMF-Schreiben zu § 35a EStG=== 
 +====„Klarstellendes“ BMF-Schreiben zu § 35a EStG==== 
 +ang hat es auf sich warten lassen 
 +– am 26. Oktober 2007 wurde es 
 +nunmehr den Obersten Finanzbehörden 
 +der Länder übermittelt und 
 +Anfang November auf der Homepage 
 +des Bundesfinanzministeriums 
 +(BHF) veröffentlicht (www. 
 +bundesfinanzministerium.de):​ Das 
 +BMF-Schreiben mit Klarstellungen 
 +bzw. Ergänzungen gegenüber 
 +dem ersten BMF-Schreiben vom 3. 
 +November 2006 zu Anwendungsfragen 
 +des § 35a EStG (siehe „Betriebskosten 
 +aktuell“ in der DW 
 +Die Wohnungswirtschaft 6/2007, 
 +S. 72). Wichtigste Klarstellung im 
 +Zusammenhang mit Betriebskostenabrechnungen 
 +ist der Hinweis 
 +zum Zeitpunkt der steuerlichen Berücksichtigung 
 +der begünstigten 
 +Aufwendungen. Grundsätzlich sollen 
 +die begünstigten Aufwendungen 
 +für regelmäßig wiederkehrende 
 +Leistungen anhand der geleisteten 
 +Betriebskostenvorauszahlungen,​ 
 +d. h. also im Jahr der Zahlungen,​ 
 +steuerlich berücksichtigt werden 
 +(Tz. 33). Als Vereinfachungsmöglichkeit 
 +für Mieter wird auch die 
 +Geltendmachung der gesamten 
 +begünstigten Aufwendungen in 
 +dem Jahr zugelassen,​ 
 +in dem die 
 +Betriebskostenabrechnung zugeht. 
 +Das gilt auch für Wohnungseigentümer. 
 +Die bis einschließlich Kalenderjahr 
 +2006 geltende Schätzmöglichkeit 
 +kommt auch zur Anwendung,​ 
 +wenn die in 2006 geleisteten 
 +begünstigten Aufwendungen nach 
 +der zuvor genannten Vereinfachungsmöglichkeit 
 +erst in der Einkommenssteuererklärung 
 +für 2007 
 +geltend gemacht werden. 
 +Nicht als Handwerkerleistungen 
 +i. S. v. § 35a Abs. 2 Satz 2 EStG 
 +begünstigt sind Aufwendungen für 
 +technische Prüfdienste (z. B. durch 
 +den TÜV), da sie gemäß BMF mit 
 +Gutachtertätigkeiten vergleichbar 
 +sein sollen (Tz. 15). Das BMF stellt in 
 +seinem Anwenderschreiben ebenfalls 
 +klar, dass neben dem Arbeitslohn,​ 
 +den Maschinen- und Fahrtkosten 
 +auch Aufwendungen für 
 +Verbrauchsmittel (z. B. Schmier-, 
 +Reinigungs- oder Spülmittel,​ Streugut) 
 +begünstigt sind, so dass hier 
 +eine Herausrechnung unterbleiben 
 +kann (Tz. 29). 
 +Völlig unverständlich und praxisfern 
 +ist allerdings die „Klarstellung“,​ 
 +dass bei Dienstleistungen,​ die sowohl 
 +auf öffentlichem Gelände als 
 +auch auf Privatgelände durchgeführt 
 +werden (z. B. Straßen- und 
 +Gehwegreinigung,​ Winterdienst) 
 +nur die Aufwendungen auf dem 
 +Privatgelände begünstigt sein sollen. 
 +Das soll auch dann gelten, 
 +wenn eine konkrete Verpflichtung 
 +z. B. zur Reinigung und Schneeräumung 
 +von öffentlichen Gehwegen 
 +und Bürgersteigen besteht (Tz. 7). 
 +Hauswarte und private Dienstleister 
 +werden sich freuen, ihre 
 +Arbeitszeiten bzw. Rechnungen 
 +künftig nach Leistungen auf privatem 
 +und öffentlichem Grund aufzuschlüsseln...inhalt
jahrgang_2007_ausgabe_04_artikel_08.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)