BekoNet - WiKi

     Das Betriebskosten-WiKi

Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


jahrgang_2008_ausgabe_04_artikel_03

====== Unterschiede ====== Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

jahrgang_2008_ausgabe_04_artikel_03 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 +===INSM Abwassermonitor === 
 +====INSM Abwassermonitor belegt erhebliche Kostenunterschiede==== 
 +Der im Auftrag der Initiative Neue 
 +Soziale Marktwirtschaft (INSM) von 
 +der Institut der deutschen Wirtschaft 
 +Köln Consult GmbH (IW Consult) 
 +erstellte Abwassermonitor 2008 
 +belegt große Unterschiede bei den 
 +Abwassergebühren der Kommunen 
 +(www.insm-abwassermonitor.de). 
 +Zur Herstellung der Vergleichbarkeit 
 +wurden die Abwassergebühren 
 +auf Grundlage der Bedürfnisse 
 +einer vierköpfigen Familie in einem 
 +definierten Musterhaus erhoben. 
 +Neben den Kosten für das Schmutzwasser 
 +wurden auch die Kosten für 
 +das Niederschlagswasser ermittelt. 
 +Zusätzlich wurden anteilig auch die 
 +in vielen Städten einmalig erhobenen 
 +Beiträge zur Deckung der Kosten 
 +für die Herstellung der öffentlichen 
 +Entwässerungseinrichtungen einbezogen. 
 +Im „Abwassergebührenranking“ 
 +der so ermittelten jährlichen 
 +Abwassergebühren belegt Karlsruhe 
 +mit 226,32 Euro für die vierköpfige 
 +Familie den ersten Platz, während 
 +die gleiche Familie beim Schlusslicht 
 +Potsdam mit 786,48 Euro mehr als 
 +den dreifachen Preis zahlen müsste. 
 +Bei der Analyse der strukturellen 
 +Preisunterschiede 
 +in den 100 größten 
 +deutschen Städten wurden deutliche 
 +Differenzen im Ost-West-Vergleich 
 +offenkundig. So zahlen die Bürger in 
 +ostdeutschen Städten durchschnittlich 
 +15 Prozent höhere Abwassergebühren 
 +als im Westen. Für die teilweise 
 +erheblichen Gebührenunterschiede 
 +konnte IW Consult kaum strukturelle 
 +Zusammenhänge erkennen, sodass 
 +die Höhe der Gebühren mit üblichen 
 +Strukturvariablen,​ wie Einwohnerdichte,​ 
 +Wirtschaftsleistung,​ Verschuldung 
 +usw. nicht ausreichend erklärt 
 +werden kann. Die Verfasser der 
 +Studie vermuten die Gründe für die 
 +Unterschiede vielmehr in betriebswirtschaftlichen 
 +Entscheidungen 
 +bezüglich der Abschreibungen des 
 +Anlagevermögens oder bei der Höhe 
 +der Eigenkapitalverzinsung. Ihr Fazit: 
 +„Aufgrund der großen Unterschiede 
 +bei den Preisen sind hier in erster 
 +Linie die Städte gefordert, um mehr 
 +Transparenz in den Gebührendschungel 
 +zu bringen. Für den Bürger ist es 
 +ebenfalls nicht ersichtlich,​ warum in 
 +seiner Stadt die einzelnen Gebühren 
 +dreimal so hoch sind wie in anderen 
 +Städten. Da er aber letztlich derjenige 
 +ist, der die Gebühren bezahlen muss, 
 +hat er auch ein Recht, die Gründe zu 
 +erfahren.“inhalt
jahrgang_2008_ausgabe_04_artikel_03.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)