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jahrgang_2009_ausgabe_02_artikel_07

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2009_ausgabe_02_artikel_07 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Aktion Stromspar-Check=== 
 +====Aktion Stromspar-Check==== 
 +Rund 12.000 Empfänger von 
 +Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder 
 +Wohngeld sollen mit der Aktion 
 +Stromspar-Check jährlich um bis zu 
 +100 Euro finanziell entlastet werden. 
 +Nicht nur die Stromkosten sollen in 
 +den einkommensschwachen Haushalten 
 +um bis zu 20 Prozent gesenkt 
 +werden, sondern auch der CO2-Ausstoß. 
 +Das gemeinsame Projekt des 
 +Deutschen Caritasverbandes und 
 +des Bundesverbandes der Energieund 
 +Klimaschutzagenturen Deutschlands 
 +(eaD) wird vom Bundesministerium 
 +für Umwelt, Naturschutz und 
 +Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. 
 +Im Rahmen des „Stromspar-Check“ 
 +nehmen sogenannte Stromsparhelfer 
 +zunächst eine Bestandsaufnahme 
 +aller elektrischen Geräte 
 +wie Waschmaschinen,​ Elektroherde,​ 
 +Kühlschränke,​ Lampen, Computer, 
 +Warmwasserbereiter oder Fernsehgeräte 
 +vor und messen deren Ver- 
 +Aktion Stromspar-Check 
 +
 +Grundsteuernachforderung 
 +auch bei beendetem Mietverhältnis 
 +Wird die nach dem Mietvertrag 
 +umzulegende Grundsteuer rückwirkend 
 +erhöht, ist der Vermieter 
 +grundsätzlich zur Umlage des Erhöhungsbetrages 
 +auch dann rückwirkend 
 +berechtigt, wenn das Mietverhältnis 
 +bereits beendet ist. Das hat 
 +das Landgericht Rostock mit Urteil 
 +vom 27. Februar 2009 – 1 S 200/08 
 +– entschieden (WOHNUNGSWIRTSCHAFT 
 +UND MIETRECHT 2009, 
 +S. 232). Der Vermieter hatte den 
 +aus einer rückwirkend neu festgesetzten 
 +Grundsteuer resultierenden 
 +Nachzahlungsbetrag anteilig 
 +auch bei einem bereits ausgezogenen 
 +Mieter geltend gemacht. Dieser 
 +erhob daraufhin unter Hinweis auf 
 +das bereits beendete Mietverhältnis 
 +die Einrede der Verjährung. Das 
 +Landgericht Rostock verurteilte 
 +den Mieter jedoch zur Zahlung 
 +eines Teil-Betrages,​ der im Rahmen 
 +der regelmäßigen Verjährungsfrist 
 +des § 195 BGB noch nicht verjährt 
 +war. Nach Auffassung des Gerichts 
 +lässt die Beendigung des Mietverhältnisses 
 +die entsprechende 
 +Zahlungspflicht nicht entfallen. Bei 
 +der Vereinbarung von Betriebskostenvorauszahlungen 
 +sind die 
 +im Abrechnungszeitraum tatsächlich 
 +angefallenen Kosten zu zahlen. 
 +Der Anspruch auf die Betriebskostenvorauszahlung 
 +wandelt sich 
 +nach Ablauf der Abrechnungsfrist 
 +gegebenenfalls in einen Nachforderungsanspruch 
 +um. Die Grundlage 
 +für die Geltendmachung der angefallenen 
 +Kosten ist damit das bestehende 
 +Mietverhältnis im jeweiligen 
 +Abrechnungszeitraum. 
 +Impressum 
 +Ein Sonderteil der 
 +DW Die Wohnungswirtschaft 
 +Verantwortlich:​ 
 +Michael Pistorius 
 +VNW Verband norddeutscher 
 +Wohnungsunternehmen e. V. 
 +Tel.: 040 52011-229 
 +Fax.: 040 52011-201 
 +E-Mail: info@vnw.de 
 +Herstellung:​ 
 +Hammonia-Verlag GmbH 
 +§ 
 +Stark gestiegene Betriebskosten 
 +sind zum sozialen, betriebswirtschaftlichen 
 +und wohnungswirtschaftlichen 
 +Problem geworden. 
 +Vor diesem Hintergrund beschäftigt 
 +das Thema „zweite Miete“ die Wohnungswirtschaft 
 +schon seit einiger 
 +Zeit verstärkt. Die Betriebskosten 
 +zu stabilisieren und zu senken, ist 
 +zu einem wesentlichen Bestandteil 
 +der strategischen Portfolioentwicklung 
 +geworden. Vielfältige technische 
 +und betriebswirtschaftliche 
 +Ansätze wurden entwickelt, um den 
 +Preissteigerungen zu begegnen. Mit 
 +dem Forschungsprojekt „Die zweite 
 +Miete – Strategien zur Eindämmung 
 +der Betriebskosten“ beleuchten 
 +Weeber/​Baumann/​Bosch-Lewandowski 
 +die komplexe Problematik der 
 +verschiedenen Betriebskostenarten 
 +und die Faktoren, die deren Höhe 
 +beeinflussen. Gleichzeitig identifizieren 
 +sie Strategien, mit denen den 
 +steigenden Kosten begegnet werden 
 +kann. Neben einer Auswertung der 
 +relevanten Literatur stehen eigene 
 +Erhebungen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens. 
 +Sie dienten dazu, 
 +lösungsorientiert das Wissen und die 
 +Erfahrungen aus der Praxis zu sammeln, 
 +zu bündeln und aufzuarbeiten. 
 +Das ganze Spektrum der Ansätze 
 +zur Kontrolle und Einsparung von 
 +Betriebskosten wird analysiert und 
 +dargestellt. 
 +Rotraut Weeber/​Hannes Weeber/ 
 +Dorothee Baumann/​Simone Bosch- 
 +Lewandowski „Die zweite Miete – 
 +Strategien zur Eindämmung der 
 +Betriebskosten“,​ 1. Auflage 2009, 
 +Hammonia-Verlag GmbH, Hamburg. 
 +Die zweite Miete – Strategien 
 +zur Eindämmung der Betriebskosten 
 +brauchswerte. Anschließend geben 
 +sie qualifizierte Tipps, wie man mit 
 +einfachen Mitteln den Verbrauch 
 +senken kann. Die teilnehmenden 
 +Haushalte bekommen kostenlos ein 
 +Stromsparpaket im Wert von bis zu 
 +70 Euro. Darin sind Energiesparlampen,​ 
 +schaltbare Steckdosenleisten,​ 
 +TV-Abschalter und Wasser sparende 
 +Duschköpfe enthalten. Das Besondere 
 +an der Aktion: Die Stromsparhelfer 
 +sind selbst Langzeitarbeitslose,​ 
 +die Beschäftigungszuschüsse 
 +nach § 16e Sozialgesetzbuch II 
 +erhalten und sich in entsprechenden 
 +Maßnahmen der örtlichen Jobcenter 
 +und ARGEn befinden. Sie bekommen 
 +eine spezielle theoretische und praktische 
 +Einweisung durch qualifizierte 
 +Trainer der regionalen Energie- 
 +Agenturen und führen nach einer 
 +Einarbeitungsphase ihre Hausbesuche 
 +eigenständig durch. Die regionalen 
 +Caritas-Verbände werben und 
 +betreuen die Stromsparhelfer und 
 +halten dabei engen Kontakt zu den 
 +örtlichen Sozialbehörden. So haben 
 +die Langzeitarbeitslosen über ihre 
 +Tätigkeit als Stromsparhelfer die 
 +Chance auf einen Wiedereinstieg ins 
 +Berufsleben. Das Programm startet 
 +nach und nach in 59 Städten und 
 +Gemeinden, darunter Großstädte 
 +wie Berlin, Frankfurt am Main, Düsseldorf,​ 
 +Stuttgart und Leipzig. Die 
 +erste Projektphase soll Ende Juni 
 +2009 abgeschlossen sein. Erweist 
 +sich der „Stromspar-Check“ sozialwie 
 +umweltpolitisch als Erfolg, ist eine 
 +Ausweitung auf bis zu 100 Städte 
 +vorgesehen. Mehr Informationen 
 +unter: www.strompar-check.de.inhalt
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