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jahrgang_2010_ausgabe_01_artikel_02

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

jahrgang_2010_ausgabe_01_artikel_02 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Differenzmethode bei Vorabzug zulässig=== 
 +====Differenzmethode bei Vorabzug zulässig==== 
 +Der Vermieter ist bei der Abrechnung 
 +von Wasserkosten mangels entsprechender 
 +Vereinbarungen nicht verpflichtet,​ 
 +verschiedene Nutzergruppen 
 +durch jeweils gesonderte Zähler 
 +zu erfassen. Der Verbrauch von 
 +Wohneinheiten kann in der Weise 
 +ermittelt werden, dass der mittels Zwischenzähler 
 +gemessene Verbrauch 
 +eines gewerblichen Mieters von dem 
 +Gesamtverbrauch laut Hauptwasserzähler 
 +abgezogen wird. Das hat der 
 +BGH mit zwei gleich lautenden Urteilen 
 +vom 25. November 2009 – VIII ZR 
 +69/09 und VIII ZR 27/09 – entschieden. 
 +Danach darf ein Vermieter den 
 +nach der Differenzmethode ermittelten 
 +Gesamtwasserverbrauch der 
 +Wohnungen nach dem Wohnflächenmaßstab 
 +auf die einzelnen Wohnungen 
 +umlegen, nachdem er zuvor den 
 +gemessenen Wasserverbrauch für 
 +die gewerblich genutzte Einheit vom 
 +Gesamtverbrauch laut Hauptwasserzähler 
 +vorabgezogen hatte. Anders 
 +als für die Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung 
 +gibt es für den 
 +Bereich der Wasser- und Abwasserkostenabrechnung 
 +keine der Bestimmung 
 +des § 5 Abs. 2 HeizkostenV 
 +entsprechende Vorschrift zur Vorerfassung 
 +von Nutzergruppen. Darüber 
 +hinaus schreibt § 556a Abs. 1 
 +BGB eine generelle Verbrauchserfassung 
 +für Wasserkosten nicht vor und 
 +nimmt die damit verbundenen Ungenauigkeiten 
 +bei der Abrechnung in 
 +Kauf. Ein weiteres Urteil des BGH aus 
 +der Rubrik „praxistauglich“.inhalt
jahrgang_2010_ausgabe_01_artikel_02.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)