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jahrgang_2010_ausgabe_04_artikel_04

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2010_ausgabe_04_artikel_04 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Baukosten hoch=== 
 +====Passivhäuser:​ Baukosten hoch – Betriebskosten kaum geringer==== 
 +Für die Bewertung und Planung 
 +hochenergieeffizienter Neubauten,​ 
 +z. B. Passivhäuser,​ spielen Einsparerfolg 
 +und Wirtschaftlichkeit eine entscheidende 
 +Rolle. Dabei sollte sich 
 +die Wirtschaftlichkeit am Verhältnis 
 +der eingesetzten Mittel zum tatsächlichen 
 +Einspareffekt bemessen. 
 +Sowohl bei der Modernisierung als 
 +auch beim ambitionierten Neubau 
 +sollte das realistisch zu erzielende 
 +Ergebnis bekannt sein, um wirtschaftlich 
 +sinnvolle Entscheidungen 
 +zu treffen. 
 +Um hierbei auf belastbare empirische 
 +Daten und Fakten zurückgreifen 
 +zu können, haben der Verband 
 +norddeutscher Wohnungsunternehmen 
 +und der BFW-Landesverband 
 +Nord die Arbeitsgemeinschaft für 
 +zeitgemäßes Bauen, Kiel, beauftragt,​ 
 +tausende Neubauten, darunter 35 
 +Passivhäuser,​ auf ihre tatsächlichen 
 +Energieverbräuche und auf die 
 +erzielten Einspareffekte hin zu untersuchen. 
 +Die Baukosten dieser in den 
 +letzten Jahren realisierten Vorhaben 
 +wurden erfasst, ausgewertet und die 
 +Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen 
 +sowie der potenzielle Grenznutzen 
 +der Projekte analysiert. 
 +Die wichtigsten Ergebnisse 
 +der Studie: 
 +● Die Mehrkosten für die Errichtung 
 +eines Passivhauses gegenüber 
 +einem Neubau nach Energieeinsparverordnung 
 +2009 betragen im 
 +Durchschnitt rund 30 %. (Andere 
 +schätzen die Mehrkosten auf 10 
 +bis 20 %.) 
 +● Um bei Gebäuden im Passivhausstandard 
 +ein Cent Endenergie- 
 +Einsparung (erhöhte Energieeffizienz) 
 +gegenüber einem Neubau 
 +gemäß Energieeinsparverordnung 
 +zu erzielen, müssen 5 bis 6 Cent 
 +bauliche (Mehr-)Investition finanziert 
 +werden. 
 +● Wenn sich die Mehrkosten eines 
 +Passivhauses amortisieren sollen, 
 +müsste der Energiepreis in den 
 +nächsten 25 Jahren pro Jahr um 
 +ca. 15 % steigen. 
 +● Der Unterschied der warmen 
 +Betriebskosten zwischen einem 
 +Effizienzhaus 70 und einem Passivhaus 
 +beträgt bei Berücksichtigung 
 +der Wartungs- und Betriebskosten 
 +für die Lüftung ca. 3 ct/m2 
 +Wohnfläche im Monat – also ca. 2 
 +Euro pro Wohnung im Monat. 
 +● Die tatsächlich erzielten Energieverbräuche 
 +liegen in der Regel 
 +mehr als 30 % bis 40 % über 
 +den rechnerisch prognostizierten 
 +Bedarfswerten. 
 +● Im Endenergieverbrauch stellt sich 
 +das Passivhaus im Geschosswohnungsbau 
 +von allen untersuchten 
 +energetischen Klassifizierungen 
 +als der effizienteste Gebäudestandard 
 +dar. Allerdings ergibt sich beim 
 +gesamten Endenergieverbrauch 
 +dennoch ein Durchschnittswert in 
 +Höhe von ca. 60 kWh pro Quadratmeter 
 +jährlich. 
 +Die Studie kann unter 
 +http://​www.vnw.de/​files/​downloads/​ 
 +oventrop/​VNW_BfW_Passivhäuser_ 
 +2010.pdf 
 +abgerufen werden.inhalt
jahrgang_2010_ausgabe_04_artikel_04.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)