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jahrgang_2010_ausgabe_04_artikel_07

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2010_ausgabe_04_artikel_07 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Smart Metering=== 
 +====Smart Metering – unbekannt und teuer?​==== 
 +Seit Jahresbeginn ist der Einbau 
 +sogenannter Smart Meters für Neubauten 
 +verpflichtend,​ ihr flächendeckender 
 +Einsatz wird von der Politik 
 +angestrebt. Dennoch hat gut die 
 +Hälfte der deutschen Bevölkerung 
 +noch nie etwas von „intelligenten“ 
 +Stromzählern gehört, der Begriff 
 +„Smart Meter“ ist praktisch unbekannt. 
 +Das ist ein Ergebnis einer von 
 +der Bundes-Verbraucherzentrale 
 +beim Forsa-Institut in Auftrag gegebenen 
 +Studie. 
 +Konkret befragt, würden aber die 
 +meisten Bürger einem kostenlosen 
 +Einbau eines Basiszählers zustimmen. 
 +Das ist zur Zeit jedenfalls noch 
 +eine Illusion. Nach Angaben der 
 +Deutschen Energieagentur (dena) 
 +kostet ein Zähleraustausch gegenwärtig 
 +zwischen 35 und 100 Euro, 
 +hinzu kommt eine jährliche Dienstleistungsgebühr 
 +in unterschiedlicher 
 +Höhe. Darüber hinaus verbrauchen 
 +die Zähler selbst auch ca. 130 kWh 
 +Strom im Jahr. Die Akzeptanz der 
 +Verbraucher für diese intelligenten 
 +Zähler wird jedoch nur zu erreichen 
 +sein, wenn sich Smart Metering für 
 +sie rechnet. 
 +Davon scheint selbst die Bundesnetzagentur 
 +nicht so ganz überzeugt 
 +zu sein. In ihrem Bericht „Wettbewerbliche 
 +Entwicklungen und Handlungsoptionen 
 +im Bereich Zählerund 
 +Messwesen und bei variablen 
 +Tarifen“ spricht sie von einem nur 
 +begrenzten Einspareffekt. Für einen 
 +Haushalt mit einem Jahresverbrauch 
 +von knapp 3.200 Kilowattstunden 
 +beziffert sie diesen mit 1,9 bis 8 
 +Prozent oder 12 bis 50 Euro. Dieses 
 +Einsparvolumen soll insbesondere 
 +durch variable Tarife erzielt werden, 
 +die durch den Smart Meter gesteuert 
 +genutzt werden können. Allerdings 
 +kommen – abgesehen von anderen 
 +Fragen wie Störung der Nachtruhe 
 +– die wenigsten Haushaltsgeräte 
 +hierfür in Frage: Herde, Fernseher,​ 
 +Radios, Computer, Küchenmaschinen 
 +und Lampen werden nicht dann 
 +betrieben, wenn der Strom billig ist, 
 +sondern wenn man sie braucht.inhalt
jahrgang_2010_ausgabe_04_artikel_07.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)