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jahrgang_2011_ausgabe_01_artikel_02

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

jahrgang_2011_ausgabe_01_artikel_02 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Peter Kay · Aufgespießt:​=== 
 +====Sind die noch ganz dicht?​==== 
 +Gemäß § 18b 
 +W a s s e r h a u s - 
 +haltsgesetz in 
 +Verbindung mit 
 +DIN 1986-30 
 +sind Abwass 
 +e r l e i t u n g e n 
 +auf privaten 
 +Grundstücken 
 +bis spätestens 
 +31. Dezember 2015 auf Dichtheit 
 +zu überprüfen. Viele Bundesländer 
 +haben diese DIN-Norm als Technische 
 +Betriebsbestimmung in ihre Landeswassergesetze 
 +übernommen und 
 +den Grundstückseigentümern damit 
 +eine in den vorgesehenen Fristen 
 +kaum zu stemmende finanzielle Last 
 +aufgebürdet. Geht man davon aus, 
 +dass etwa 70 Prozent der Abwasserleitungen 
 +undicht sind, kommen auf 
 +die Grundeigentümer Sanierungskosten 
 +in Milliardenhöhe zu. Viele Wohnungsunternehmen 
 +werden das in 
 +einer so kurzen Zeitspanne bilanziell 
 +nicht verkraften können, in jedem Fall 
 +wird ihnen die Finanzkraft für Investitionen 
 +in den Wohnungsneubau oder 
 +die energetische Sanierung ihrer 
 +Bestände geraubt. Kanalsanierer 
 +aber reiben sich die Hände! Haben 
 +sie doch im Zweifel über ihre Interessenvertretungen 
 +am Zustandekommen 
 +der DIN 1986-30 mitgewirkt,​ 
 +deren Rechtsverbindlichkeit als rein 
 +privatrechtliches Regelwerk zweifelhaft 
 +erscheint. Ihre unkritische Übernahme 
 +durch die Landesregierungen 
 +ist in höchstem Maße unverständlich. 
 +Vor dem Hintergrund,​ dass durch 
 +die landwirtschaftliche Gülle-Verklappung 
 +ein unendlich viel größeres 
 +Grundwasserverunreinigungsrisiko 
 +besteht, wird hier mit Kanonen auf 
 +Spatzen geschossen! Einige Bundesländer 
 +wie zum Beispiel Mecklenburg- 
 +Vorpommern, Niedersachsen und 
 +Sachsen sehen in der DIN 1986-30, 
 +insbesondere in den Prüffristen,​ keine 
 +zwingende Vorgabe für den privaten 
 +häuslichen Bereich. Schleswig-Holstein 
 +hat diesen Irrsinn zwischenzeitlich 
 +ebenfalls eingesehen und unter 
 +grundsätzlicher Beibehaltung der DIN 
 +1986-30 als Technische Betriebsbestimmung 
 +für die Dichtheitsprüfung 
 +privater Abwasserleitungen eine von 
 +der DIN abweichende Fristenregelung 
 +bis Ende 2025 beschlossen. Die 
 +Grundeigentümer haben so einen 
 +vernünftigen Planungszeitraum,​ in 
 +dem sie in einem geordneten Verfahren 
 +die Dichtheitsprüfungen und 
 +die erforderlichen Sanierungsarbeiten 
 +abwickeln können. Die Frage, 
 +ob – wie von der DIN 1986-30 vorgesehen 
 +– Wiederholungsprüfungen 
 +im 20-Jahres-Turnus noch das Kriterium 
 +des „laufenden Entstehens“ für 
 +die Umlagefähigkeit der Kosten als 
 +Betriebskosten erfüllt, wirkt dagegen 
 +wie „eine Bagatelle“ …lagen oft in der Heizungsanlage mit 
 +ihren Umwälzpumpen (keine Hocheffizienzpumpen),​ 
 +der Heizungsrohrhydraulik 
 +(fehlender hydraulischer 
 +Abgleich), dem Wärmeverteilungssystem 
 +und der Anpassung an 
 +das Nutzerverhalten (zum Beispiel 
 +Absenkung des Heizungsvorlaufs). 
 +Bei der zentralen- sowie der dezentralen 
 +Warmwasserbereitung wurden 
 +die Technik und das Nutzerverhalten 
 +betrachtet. Tipps zum Betrieb von 
 +Klimaanlagen,​ auch für den Serverraum,​ 
 +und zur Beleuchtungsoptimierung 
 +gehörten insbesondere zum 
 +Energiecheck für Verwaltungsgebäude. 
 +Auch die Energiesparfunktionen 
 +am Arbeitsplatz-PC und der 
 +Bürogeräte waren Themen. Beleuchtungssysteme 
 +wurden begutachtet 
 +und Vorschläge für effizientere 
 +Leuchtmittel oder Steuerungsmöglichkeiten 
 +gegeben. Eine praktische 
 +Lösung für die Abschaltung der Aufzugsbeleuchtung 
 +im Stillstand bietet 
 +zum Beispiel eine ereignisgesteuerte 
 +Kabinenlichtabschaltung. Zum Nachweis 
 +wurde dieses System im Aufzug 
 +des VNW von der Firma Lödige 
 +Aufzugstechnik GmbH eingebaut 
 +und von Vattenfall/​Energiedienstleistungen 
 +messtechnisch begleitet. 
 +Der Einbau dieses sogenannten 
 +LightWatchers erreichte dabei eine 
 +Energieeinsparung von 86,6 Prozent 
 +(bezogen auf eine komplette 
 +Woche) und eine CO2-Einsparung 
 +von wöchentlich 9,8 kg. Dies sind 
 +0,51 Tonnen pro Jahr. Die Steuerung 
 +amortisiert sich schon in ca. zwei 
 +Jahren. Die gelbe Linie zeigt die alte 
 +Beleuchtungsleistung und die blaue 
 +den Leistungsverlauf mit aktivem 
 +LightWatcher. 
 +Fazit 
 +Einige VNW-Mitglieder hatten schon 
 +diverse Effizienzmaßnahmen in ihren 
 +Objekten umgesetzt. Der offene 
 +Blick für die eigene Anlagentechnik 
 +lässt aber im Laufe der Zeit nach und 
 +eine neutrale Beratung führt wieder 
 +zu einer neuen Initialzündung für 
 +Energiesparmaßnahmen. So gesehen 
 +war der VNW-Energiecheck ein 
 +voller Erfolg für die teilnehmenden 
 +VNW-Mitglieder und für die Umwelt.inhalt
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