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jahrgang_2011_ausgabe_02_artikel_03

===Heizkostensteigerung=== ====Witterungsbedingte Heizkostensteigerung oft überschätzt==== Das Jahr 2010 war heizungstechnisch gesehen ein besonders kaltes Jahr. Im Durchschnitt war es acht Prozent kälter als ein „deutsches Durchschnittsjahr“, im Vergleich zu 2009 sogar um 15 Prozent kälter. Dabei weicht das regionale Klima je nach Standort vom Durchschnitt ab. Insgesamt hat das – unabhängig von der Preisentwicklung bei den unterschiedlichen Energieträgern – zu höheren Heizkosten in den Wohnungen geführt. Allerdings werden die rein witterungsbedingten Kostensteigerungen oft überschätzt. Erfahrungsgemäß steigt in einem kälteren Jahr der Energieverbrauch nicht linear mit dem Klimafaktor. Möglicherweise liegt dies daran, dass mit zunehmender Kälte der Luftwechsel weiter eingeschränkt wird und dass bei sehr niedrigen Außentemperaturen – und damit einer extremen Temperaturdifferenz zwischen innen und außen von bis zu 40 Grad – auch ein, zwei Grad weniger Raumtemperatur akzeptiert werden. So berichtet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. – ein Zusammenschluss von sieben Verbänden der deutschen Energiewirtschaft und drei energiewirtschaftlichen Forschungsinstituten –, die regelmäßig Energiebilanzen der Bundesrepublik Deutschland erstellt, dass der Primärenergieverbrauch in Deutschland in 2010 um rund 4,6 Prozent gestiegen ist. Danach und unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten kann von einem gegenüber 2009 um durchschnittlich 10 Prozent höheren Heizenergieverbrauch ausgegangen werden. Da in die Energiekosten vermieteter Wohnungen neben den Heizkosten auch die Kosten für den (in der Regel nicht temperaturabhängigen) Warmwasserverbrauch und die Nebenkosten für Schornsteinfeger, Mess-, Wartungsdienste usw. einfließen, können Heizkostensteigerungen nicht in einen linearen Bezug zur Kälte des Jahres 2010 gesetzt werden. So zeigen die ersten Heizkostenabrechnungen, dass die um Preissteigerungen bereinigten Heizkosten für das Abrechnungsjahr 2010 witterungsbedingt um fünf bis acht Prozent gestiegen sind. Im Einzelfall können diese Kostensteigerungen – abhängig vom Nutzerverhalten oder lokal starkem Windanfall – auch deutlich darüber liegen.inhalt

jahrgang_2011_ausgabe_02_artikel_03.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)