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jahrgang_2012_ausgabe_01_artikel_05

====== Unterschiede ====== Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

jahrgang_2012_ausgabe_01_artikel_05 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Heizkosten=== 
 +====Von Zürich lernen …==== 
 +Am 30. November 2008 wurde 
 +per Volksabstimmung die Umsetzung 
 +der 2000-Watt-Gesellschaft in 
 +Zürich beschlossen. Seitdem ist die 
 +„2000-Watt-Gesellschaft“ soetwas 
 +wie ein Markenzeichen von Zürich. 
 +Eine zentrale Stellung auf dem Weg 
 +zur 2000-Watt-Gesellschaft nehmen 
 +die energetische Optimierung des 
 +Gebäudebestandes und die Errichtung 
 +energieeffizienter Neubauten 
 +ein. Das allein genügt zur Zielerreichung 
 +jedoch nicht, sondern es muss 
 +auch das Nutzerverhalten in den 
 +Fokus genommen werden. Um sich 
 +in diesem Bereich einen Überblick 
 +zu verschaffen und das Potenzial für 
 +Maßnahmen im Mietwohnungsbereich 
 +zu untersuchen,​ hat die Stadt 
 +Zürich eine im Juli 2011 veröffentlichte 
 +Grundlagenstudie „Nutzerverhalten 
 +beim Wohnen“ erstellen lassen 
 +(www.stadt-zuerich.ch/​nachhaltiges- 
 +bauen). Unter Begleitung des 
 +Amtes für Hochbauten (AHW), der 
 +städtischen Liegenschaftsverwaltung 
 +und der Baugenossenschaft 
 +„mehr als wohnen“ wurden Relevanz 
 +und Potenzial von nutzungsbezogenen 
 +Maßnahmen zur Reduktion des 
 +Energieverbrauchs analysiert. Mit 
 +erstaunlichen Ergebnissen:​ So liegt 
 +das durch Nutzerverhalten bedingte 
 +Einsparpotenzial bei der Heizung 
 +zwischen 20 und 25 Prozent, beim 
 +Warmwasser zwischen 18 und 30 
 +Prozent sowie bei Beleuchtung und 
 +Elektrogeräten zwischen 20 und 
 +50 Prozent. Das Nutzerverhalten 
 +bestätigt sich damit als relevante 
 +und wesentliche Einflussgröße für 
 +den Energieverbrauch. 
 +Doch obwohl sich die Mehrheit der 
 +Bevölkerung als umweltbewusst 
 +bezeichnet, sind Änderungen im 
 +Nutzerverhalten nur schwierig zu 
 +erreichen. Erschwerend kommt 
 +hinzu, dass den meisten Mietern der 
 +eigene Energieverbrauch und das 
 +daraus resultierende Energiesparpotenzial 
 +nicht bekannt sind. Die Studie 
 +der Stadt Zürich macht in diesem 
 +Zusammenhang deutlich, dass das 
 +Thema „Nutzerverhalten“ nicht nur 
 +den Energieingenieuren überlassen 
 +werden darf. Hier sind insbesondere 
 +auch die Wohnungsunternehmen 
 +gefordert, die den Nutzereinfluss 
 +thematisieren und in einen auf die 
 +unterschiedlichen Lebenssituationen 
 +und -stile zugeschnittenen Dialog mit 
 +den Bewohnern eintreten sollten.inhalt
jahrgang_2012_ausgabe_01_artikel_05.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)