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jahrgang_2012_ausgabe_02_artikel_01

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2012_ausgabe_02_artikel_01 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Schwerpunktthema:​ Energie=== 
 +====An den Einbau von Wärmezählern denken==== 
 +Die novellierte Heizkostenverordnung 2009 (HeizkV) schreibt in § 9 
 +Abs. 2 vor, dass ab dem 31. Dezember 2013 bei verbundenen Heizungsund 
 +Warmwasserversorgungsanlagen die auf die Warmwasserversorgung 
 +entfallende Wärmemenge mit einem Wärmezähler zu messen ist. 
 +Sinnvollerweise wird der Einbau bei Abrechnungszeiträumen,​ die über 
 +diesen Stichtag hinausgehen (z. B. 1. Juli bis 30. Juni), bereits vor Beginn 
 +des entsprechenden Abrechnungszeitraums,​ also schon vor dem 31. 
 +Dezember 2013, erfolgen. Die Zeit von der Prüfung, ob die mit dem Einbau 
 +von Wärmezählern verbundenen Investitionen zu rechtfertigen sind 
 +oder ob ein dort geregelter Ausnahmefall vorliegt („unzumutbar hoher 
 +Aufwand“, § 9 Abs. 2 Satz 2 HeizkV), über die Planung bis zum Einbau der 
 +Wärmezähler ist also nicht mehr lang. Da die auf die Warmwasserversorgungsanlage 
 +entfallende Wärmemenge insbesondere bei energetisch optimierten 
 +Gebäuden über die rechnerische Ermittlung gemäß HeizkV nicht 
 +annähernd realistisch abgebildet wird, sollte der Einbau entsprechender 
 +Wärmezähler vorrangiges Ziel sein. Würde die Anbringung eines Wärmezählers 
 +aus baulichen oder technischen Gründen unverhältnismäßige 
 +Kosten verursachen,​ könnte jedoch auf den Einbau verzichtet werden. Da 
 +die Entscheidung hierüber allein der Vermieter trifft, sollte er für spätere 
 +mögliche Rechtsstreitigkeiten die Grundlagen seiner getroffenen Entscheidung 
 +dokumentieren. Erfolgt der Einbau, können die Einbaukosten 
 +mietwirksam gemacht werden, da es sich um bauliche Maßnahmen aufgrund 
 +von Umständen handelt, die vom Vermieter nicht zu vertreten sind 
 +(§ 559 Abs. 1 BGB). Ob mit dem Warmwasserzähler Energie oder Wasser 
 +eingespart wird, erscheint dagegen zweifelhaft. Zu den umlagefähigen 
 +Betriebskosten der Wärmezähler gehören ggf. die Miete für die Geräte, die 
 +Kosten ihrer Wartung und die Kosten der alle fünf Jahre fälligen Eichung 
 +der Wärmezähler (§ 2 Nr. 4a BetrKV, §§ 7 Abs. 2 und 8 Abs. 2 HeizkV). 
 +Hier noch ein Tipp: Um Synergieeffekte zu nutzen, sollte bei Arbeiten in 
 +der Heizzentrale infolge eines durch die Trinkwasserverordnung erforderlichen 
 +Umbaus der Entnahmeventile der Einbau der Wärmezähler gleich 
 +mit erfolgen.inhalt
jahrgang_2012_ausgabe_02_artikel_01.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)