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jahrgang_2012_ausgabe_04_artikel_06

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2012_ausgabe_04_artikel_06 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Kosten und Fristen=== 
 +====Legionellenprüfung und § 35a EStG==== 
 +Nach den Bestimmungen der Trinkwasserverordnung sind Großanlagen zur 
 +Trinkwassererwärmung regelmäßig auf Legionellenbefall zu überprüfen. 
 +Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 12. Oktober 2012 beschlossen,​ den 
 +ursprünglich jährlichen Turnus hierfür auf einen Drei-Jahres-Rhythmus 
 +zu verlängern. Erstmals soll die Prüfung spätestens bis zum 31. Dezember 
 +2013 und nicht bis zum 31. Oktober 2012 erfolgen. Es ist davon auszugehen,​ 
 +dass die Bundesregierung den Vorschlägen des Bundesrates folgt. 
 +Auf Grundlage der aktuellen Trinkwasserverordnung sind bereits viele 
 +Warmwasseranlagen überprüft worden. Nachdem die Frage der Umlagefähigkeit 
 +der Kosten der Legionellenprüfung als Kosten der Wassererwärmung 
 +geklärt ist, stellt sich nun die Frage nach der Berücksichtigung dieser 
 +Kosten als haushaltsnahe Handwerkerleistungen gemäß § 35a Abs. 3 EStG. 
 +Zweifellos gehören die Kosten der Legionellenprüfung zu den „Kosten 
 +der … Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung 
 +ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit …“ gemäß § 2 Nr. 4a 
 +und 5a BetrKV sowie §§ 7 Abs. 2 und 8 Abs. 2 HeizKV. Sie gelten damit im 
 +weitesten Sinne als Wartungskosten. In seinem Schreiben vom 26. Oktober 
 +2007 stellt das BMF u. a. fest, dass die Wartung von Heizungsanlagen und 
 +Wasserinstallationen zu den berücksichtigungsfähigen Handwerkerleistungen 
 +zählt. Auch Aufwendungen zur Überprüfung von Anlagen sind danach 
 +begünstigt. Davon ausgenommen sind ausdrücklich Aufwendungen für 
 +technische Prüfdienste,​ da sie nach Auffassung des BMF vergleichbar mit 
 +Gutachtertätigkeiten sind. Das ist bei der Legionellenprüfung jedoch nicht 
 +der Fall. Vermieter, die ihren Mietern die Inanspruchnahme der Steuervergünstigung 
 +ermöglichen wollen, sollten deshalb von ihren Auftragnehmern 
 +„§ 35a EStG“-fähige Rechnungen – d. h. mit Ausweis der Lohn- und Fahrtkosten 
 +– verlangen. In der Betriebskostenabrechnung bzw. bei der Aufstellung 
 +der begünstigten Aufwendungen sollte der Hinweis nicht fehlen, dass 
 +keine Haftung dafür übernommen wird, ob die Steuervergünstigung vom 
 +Finanzamt auch anerkannt wird.inhalt
jahrgang_2012_ausgabe_04_artikel_06.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)