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jahrgang_2012_ausgabe_04_artikel_08

====== Unterschiede ====== Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

jahrgang_2012_ausgabe_04_artikel_08 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Abfallsysteme=== 
 +====Unterflursysteme und Ressourcenschutz==== 
 +Wer sich mit dem Thema „Abfallentsorgung“ beschäftigt,​ kommt an dem 
 +Thema „Unterflurbehälter“ kaum noch vorbei. Sie gelten als platzsparend,​ 
 +geräusch-, geruchs- und barrierefrei und ersparen die Bereitstellung von 
 +Abfallbehältern zur Abholung. Doch unterstützt diese Entsorgungsform auch 
 +die nachhaltige Ressourcenwirtschaft?​ Seit Juni 2012 ist das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz 
 +in Kraft, das mit der fünfstufigen Abfallhierarchie auf die 
 +positiven Wirkungen der Getrenntsammlung von Wertstoffen setzt. 
 +Im ersten Schritt erfordert dies die Bereitstellung entsprechender Abfuhrbehälter 
 +für Restabfall, Biomüll, Wertstoffe (Plastik, Metall, Verpackungen) 
 +sowie Papier, Pappe und Kartonagen (PPK). Unterflursysteme stehen 
 +für diese unterschiedlichen Abfallfraktionen zur Verfügung, allerdings 
 +in den gängigen Varianten nur zwischen drei und fünf Kubikmetern. Bei 
 +einem Biomüllvolumen pro Haushalt und Woche von fünf Litern benötigt 
 +man bei zweiwöchentlicher Leerung und der kleinsten Containergröße 
 +von drei Kubikmetern eine Wohnanlage mit ca. 300 Wohnungen, um 
 +dem Wirtschaftlichkeitsgebot Genüge zu tun. Produzieren die Haushalte 
 +allerdings mehr biogene Abfälle, ist eine flexible Vergrößerung der 
 +Container um Mengen unter einem Kubikmeter nicht möglich. Entweder 
 +man entscheidet sich für den Einsatz eines Vier-Kubikmeter-Behälters,​ 
 +eines kleineren oberirdischen Containers – oder der Bioabfall landet im 
 +Restmüll. Umgekehrt gilt Ähnliches: Wenn ein zunächst erforderliches 
 +Restmüllvolumen von vier Kubikmetern durch konsequente Mülltrennung 
 +(z. B. durch eine Kombination von Unterflursystemen mit Müllschleusen,​ 
 +die der individuellen Müllverursachung der Mieterhaushalte Rechnung 
 +tragen) auf unter drei Kubikmetern reduziert werden kann, ist eine Um- 
 +Quelle: SRHH 
 +Quelle: privat 
 +Gastbeitrag von 
 +Sabine Rautenberg 
 +Sachgebietsleiterin Bestandsrentabilität 
 +SAGA GWG 
 +Hamburg 
 +stellung des Vier- auf einen Drei-Kubikmeter-Container mittels Stützkonstruktionen 
 +(„Distanzstützen“) zwar noch möglich. Dieses Volumen ist 
 +dann aber fix und eine weitere Reduzierung des Restabfalls lohnt sich für 
 +die Mieterhaushalte nicht mehr. 
 +Weitere Fragen bleiben offen: Wie hoch sind die weitgehend vom Vermieter 
 +zu tragenden Investitionen für die Unterflursysteme?​ Wie können 
 +Fehlbefüllungen der Container erkannt werden? Wie kann verhindert 
 +werden, dass sperrige Gegenstände,​ die sonst ihren Platz in oberirdischen 
 +1,​1-m3-Containern gefunden haben, auf dem Müllstandplatz deponiert 
 +werden? Hier bedarf es flexibler und unkomplizierter Instrumente,​ um 
 +einerseits die Sauberkeit der Standplätze sicherzustellen und teuren Fehlbefüllungen 
 +vorzubeugen- und andererseits einen effektiven Klima- und 
 +Ressourcenschutz zu gewährleisten.inhalt
jahrgang_2012_ausgabe_04_artikel_08.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)