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jahrgang_2013_ausgabe_01_artikel_04

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2013_ausgabe_01_artikel_04 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Peter Kay – AufgespieSSt=== 
 +====Stopp-Taste gegen Regelungswut==== 
 +Nach der Senkung des Energieverbrauchs 
 +und der Vermeidung von Energieverschwendung 
 +in Europa hat sich die 
 +EU-Kommission jetzt die Reduzierung des 
 +Trinkwasserverbrauchs zum Ziel ihrer Aktivitäten 
 +auserwählt. Auf Grundlage der 
 +sogenannten Öko-Design-Richtlinie,​ der 
 +schon die gute alte Glühbirne zum Opfer 
 +gefallen ist, sollen ab 2014 beim Bau und 
 +bei der Modernisierung von Gebäuden nur 
 +noch von der EU genehmigte, besonders 
 +sparsame Duschköpfe,​ Wasserhähne 
 +und WC-Spülarmaturen zum Einsatz kommen. Schließlich ist der 
 +Wasserverbrauch in Europa ja noch nicht geregelt! Dabei sind wir in 
 +Deutschland schon jetzt Weltmeister im Wassersparen:​ 2010 hat jeder 
 +Einwohner durchschnittlich 121 l Trinkwasser täglich verbraucht,​ 
 +20 Jahre davor waren es noch 144 l. In Europa können damit nur die 
 +Belgier mithalten, alle anderen verbrauchen deutlich mehr – Spanien 
 +ist mit durchschnittlich 270 l pro Kopf und Tag Spitzenreiter. Die 
 +niedrigen Verbräuche in Deutschland lassen sich mit dem flächendeckenden 
 +Einbau von Wohnungswasserzählern,​ der verbrauchsbewussten 
 +Beschaffung von Spül- und Waschmaschinen und nicht zuletzt 
 +auch dem hohen Kostenbewusstsein der Haushalte zurückführen. 
 +Dieser ausgeprägte Wasserspar-Drang führt bereits dazu, dass viele 
 +Wasserbetriebe ihre Wasser- und Abwassernetze regelmäßig durchspülen 
 +müssen, damit das Abwasser nicht fault oder Rohre und Kanäle 
 +zuwachsen. Deutschland ist ein wasserreiches Land, von den verfügbaren 
 +Wasserressourcen werden weniger als ein Fünftel genutzt. Da 
 +braucht es keine zusätzlichen Vorgaben aus Brüssel. Viel sinnvoller 
 +wäre es, den durchschnittlichen Wasserverbrauch in Deutschland als 
 +Benchmark zu nehmen und die europäischen Nachbarn zur Erreichung 
 +ähnlicher Zielwerte anzuhalten. Anstelle kostentreibender Vorschriften 
 +sollte es besser eine Stopp-Taste gegen die Regelungswut der EU-Bürokraten geben!inhalt
jahrgang_2013_ausgabe_01_artikel_04.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)