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jahrgang_2013_ausgabe_02_artikel_03

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jahrgang_2013_ausgabe_02_artikel_03 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Win-Win-Win-Situation durch Photovoltaik und Solarthermie=== 
 +====Solare Stromproduktion senkt Betriebskosten==== 
 +„Wir lassen uns durch die negative Diskussion über sinkende Einspeisevergütungen 
 +nicht beeindrucken und verfolgen unser Konzept weiter“, sagt 
 +Joachim Bode, Vorstandsvorsitzender der im Hamburger Süden angesiedelten 
 +Genossenschaft. Durch Einspeisevergütung und günstige Kredite 
 +ist der Betrieb der Solarstromanlagen nach Bodes Worten nach wie vor 
 +wirtschaftlich. Die Harburger Genossenschaft hat sich früh auf den Weg 
 +Richtung dezentrale Energieversorgung gemacht. Bereits 1996 wurden 
 +die ersten Photovoltaikanlagen installiert. „Wenn man früh vorangeht,​ 
 +gibt es großzügige Förderungen“,​ berichtet Bode, dessen Genossenschaft 
 +4.760 Mitglieder zählt und 3.200 Wohnungen bewirtschaftet. Außerdem 
 +fielen so gut wie keine Betriebskosten an, da die Anlagen nahezu wartungsfrei 
 +seien. Bis heute ist die Zahl der Solarstromanlagen auf 30 gestiegen. 
 +Darüber hinaus erzeugt das Unternehmen Wärme in 15 solarthermischen 
 +Anlagen sowie Wärme und Strom in fünf Blockheizkraftwerken. 
 +Stromerlöse frei von Gewerbesteuer 
 +Die addierte maximale Leistung aller Photovoltaikanlagen beträgt 
 +350 kWp. Im Durchschnitt speist die Genossenschaft pro Jahr 
 +300.000 kWh Solarstrom ins allgemeine Netz ein; das entspreche dem Bedarf 
 +von etwa 120 bis 130 Wohnungen, rechnet Joachim Bode vor. Auch 
 +in steuerlicher Hinsicht ist es für die Harburger Genossenschaft günstig, 
 +dass man schon Mitte der 1990er Jahre auf die regenerative,​ dezentrale 
 +Karte gesetzt hat. Die Einnahmen aus dem Betrieb der Solarmodule und 
 +Blockheizkraftwerke sind frei von Gewerbesteuer und wirken sich auch 
 +nicht steuerschädlich auf die Einnahmen aus der Vermietung aus. Was 
 +heute eine hohe steuerrechtliche Hürde für den Einstieg in die dezentrale 
 +Energieproduktion ist, war Mitte der 1990er Jahre noch nicht geregelt, 
 +berichtet Bode. Damals holte das Wohnungsunternehmen eine sogenannte 
 +„Anrufungsauskunft“ ein, in der das Finanzamt feststellte,​ dass die 
 +dezentrale Stromproduktion gewerbesteuerfrei bleibt, weil die Einnahmen 
 +den Genossenschaftsmitgliedern zugute kommen sollten. Wollen 
 +Wohnungsunternehmen 
 +heute eigene Photovoltaikanlagen 
 +betreiben,​ 
 +drohen die gesamten 
 +Mieteinkünfte unter die 
 +Gewerbesteuerpflicht zu 
 +fallen. 
 +Anders ist es im Falle der 
 +Harburger Genossenschaft. 
 +Sie kann dank der 
 +alten Anrufungsauskunft 
 +des zuständigen Finanzamtes 
 +die Einspeisevergütungen 
 +für den Strom 
 +aus Solar- und Blockheizkraftwerken 
 +dazu 
 +einsetzen, die Betriebskosten 
 +für die Mieter 
 +zu senken. Beispielhaft 
 +rechnet Joachim Bode 
 +vor: In mehreren Gebäuden mit drei Photovoltaikanlagen und insgesamt 
 +30 Wohnungen beliefen sich die allgemeinen Betriebskosten im Jahr 
 +2009 auf 27.300 €; diese Summe reduzierte sich für die Mieter durch den 
 +Solarertrag um 1.100 €. 
 +Im Falle der fünf gasbetriebenen Blockheizkraftwerke werden die Brennstoffkosten 
 +um die Erlöse aus dem Stromverkauf reduziert. „Wir haben 
 +eine Win-Win-Win-Situation“,​ freut sich Vorstand Bode, „die Genossenschaft 
 +hat einen Imagegewinn,​ unsere Mieter freuen sich über geringere 
 +Nebenkosten und die Umwelt wird ebenfalls entlastet.“ 
 +Dieser Beitrag wurde uns freundlicherweise von der IVV immobilien vermieten verwalten zur Veröffentlichung überlassen.inhalt
jahrgang_2013_ausgabe_02_artikel_03.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)