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jahrgang_2013_ausgabe_02_artikel_04

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2013_ausgabe_02_artikel_04 [2017/02/27 22:09]
jahrgang_2013_ausgabe_02_artikel_04 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Peter Kay – AufgespieSSt=== 
 +====Statistik trifft Realität==== 
 +Seit Jahresbeginn hat sich die Inflationsrate 
 +auf den niedrigsten Wert seit 
 +Dezember 2010 abgeschwächt:​ Im März 
 +2013 lag sie nach Angaben des Statistischen 
 +Bundesamtes bei plus 1,4 % 
 +gegenüber dem entsprechendem Wert des 
 +Vorjahres. Alles bestens also– oder? Auch 
 +wenn die Statistik etwas anderes belegt, 
 +die gefühlte Inflationsrate wird von vielen 
 +Bürgern als deutlich höher empfunden. 
 +Kein Wunder, denn die Dinge des täglichen 
 +Bedarfes wie Nahrungsmittel,​ Bekleidung 
 +und Haushaltsenergie haben sich wesentlich stärker verteuert als die 
 +Verbraucherpreise insgesamt. Als Preistreiber Nummer eins haben sich 
 +die Strompreise erwiesen. Sie sind innerhalb eines Jahres um 12,4 % 
 +gestiegen. Besonders ärgerlich dabei ist die Tatsache, dass dieser 
 +Kostenanstieg ausschließlich von der Politik zu verantworten ist. Zwischenzeitlich 
 +liegt der Anteil von Steuern und Abgaben beim Haushaltsstrom 
 +bei 50 %, im Jahr 2000 waren das noch knapp 30 %. Für einen 
 +Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 
 +kWh liegen die Stromkosten zum Teil schon über den Kosten für die 
 +Erwärmung seiner Wohnung. Mieterhaushalte mit geringen Einkommen 
 +werden damit überproportional belastet. Von der Energiewende zur 
 +Energiearmut! So hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt. Dass 
 +die Nettokaltmieten innerhalb eines Jahres nur um 1,3 % – und damit 
 +unterhalb der allgemeinen Teuerungsrate – gestiegen sind, mag für die 
 +Haushalte ein schwacher Trost sein. Für Vermieter, die sich im Vorfeld 
 +der Bundestagswahl allerlei politischer Restriktionen ausgesetzt sehen, 
 +ist das nur ärgerlich. Aber so ist das mit der Statistik: Lege ich eine 
 +Hand auf eine heiße Herdplatte und halte die andere Hand in einen 
 +Kühlschrank,​ befinden sich beide in einem durchschnittlich angenehmen 
 +Klima …inhalt
jahrgang_2013_ausgabe_02_artikel_04.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)