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jahrgang_2013_ausgabe_03_artikel_02

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2013_ausgabe_03_artikel_02 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Wärmezähler=== 
 +====Wann liegt unzumutbarer Aufwand vor?==== 
 +Die novellierte Heizkostenverordnung 2009 schreibt unter anderem 
 +vor, dass ab dem 31. Dezember 2013 bei verbundenen Heizungs- und 
 +Warmwasseranlagen die auf die Warmwasserversorgungsanlage entfallende 
 +Wärmemenge grundsätzlich mit einem Wärmezähler zu messen 
 +ist (§ 9 Abs. 2 Satz 1 HeizKV). Ausnahmen von dieser Verpflichtung 
 +gelten, wenn die Wärmemenge nur mit einem unzumutbar hohen Aufwand 
 +gemessen werden kann (§ 9 Abs. 2 Satz 2 HeizKV). Vor diesem 
 +Hintergrund müssen Betreiber entsprechender Anlagen prüfen, ob 
 +die zusätzlichen Investitionen für Wärmezähler zu rechtfertigen sind, 
 +auch hier ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten (§ 556 
 +Abs. 3 Satz 1 BGB). Im Rahmen seines Projektes „ALFA® – Allianz für 
 +Anlageneffizienz“ hat der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen 
 +e.V. (BBU) eine Broschüre erstellt, mit der Fragen 
 +im Zusammenhang mit der Ausstattung von zentralen Heizungs- und 
 +Warmwasseranlagen besser beantwortet werden können. Er hat dabei 
 +insbesondere auch versucht, den unbestimmten Rechtsbegriff „unzumutbar 
 +hoher Aufwand“ für den Verzicht auf Wärmezähler zu konkretisieren. 
 +Diesen sieht er als gegeben an, wenn 
 +- der Einbau von mehr als einem Wärmezähler nötig ist, um in der 
 +konkreten Anlage die auf die zentrale Warmwasserversorgungsanlage 
 +entfallende Wärmemenge bestimmen zu können oder 
 +- erhebliche Umbauten an der Heizungsanlage oder der Fernwärmeübergabestation 
 +nötig sind, um Platz für den sachgerechten Einbau 
 +eines Wärmezählers zu schaffen. 
 +In analoger Anwendung der Ausnahmen nach § 11 HeizKV schlussfolgert 
 +der BBU, dass nicht jeder beliebige Aufwand zur verbrauchsabhängigen 
 +Abrechnung getrieben werden soll. Seine argumentativ 
 +plausibel abgeleitete Faustformel:​ Wenn der Einbau des Wärmezählers 
 +zu jährlichen Kosten von mehr als 15 % der jährlichen Warmwasserkosten 
 +(einschließlich Verbrauch) im Gebäude führt, so ist der Aufwand 
 +unverhältnismäßig. 
 +Da sich mit dem Einbau der Wärmezähler in der Regel der Anteil der 
 +Kosten von Heizung und Warmwasser in der Heizkostenabrechnung 
 +verschiebt, empfiehlt der BBU, die Mieter beim Einbau bzw. mit der 
 +ersten darauffolgenden 
 +Heizkostenabrechnung 
 +entsprechend zu 
 +informieren. Gleichzeitig 
 +empfiehlt er, die 
 +Anlagen im Zusammenhang 
 +mit dem Einbau 
 +der Wärmezähler 
 +hinsichtlich möglicher 
 +Optimierungsmaßnahmen,​ 
 +vorzugsweise mit 
 +geringen Investitionskosten,​ 
 +zu überprüfen. 
 +Die Broschüre ist gegen 
 +Selbstkostenpreis unter 
 +der E-Mail-Adresse von 
 +siegfried.rehberg@bbu.de 
 +zu beziehen.inhalt
jahrgang_2013_ausgabe_03_artikel_02.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)