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DER PRAXIS-TIPP

Niederschlagswasser-Gebühren

Nach den Grundsätzen des Wasserhaushaltsgesetzes soll Niederschlagswasser ortsnah versickern, verrieseln oder über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet werden (§ 55 Abs. 2 WHG). Vor diesem Hintergrund gehen immer mehr Städte und Gemeinden dazu über, neben der Gebühr für die Ableitung von Schmutzwasser eine gesonderte Gebühr für die Einleitung des Niederschlagswassers zu erheben. Bemessungsgrundlage hierfür sind die bebauten, überbauten und befestigten Grundstücksflächen, die zum Kanal entwässert werden. Die Ermittlung der für die Gebührenerhebung maßgeblichen Flächen erfolgt in der Regel durch Überfliegungen, Satellitenaufnahmen und ergänzende Auswertung vorhandenen Kartenmaterials. Dass die so gewonnenen Daten fehlerbehaftet sein können, liegt auf der Hand. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Abweichungen zwischen „gebührenrelevanter“ und tatsächlich versiegelter Fläche von bis zu 20 % möglich sind. Es empfiehlt sich deshalb, die von den Wasserwerken oder Kommunen erstellten Kartierungen durch Vor-Ort-Begehungen zu überprüfen und festgestellte Fehler zu korrigieren. Teilweise beachtliche Einsparpotenziale lassen sich so realisieren. Selbstverständlich sollte bei Arbeiten in den Außenanlagen immer auch an die Entsiegelung bisher versiegelter Flächen gedacht und auch so eine Verringerung der Niederschlagswasser-Gebühren angestrebt werden.inhalt

jahrgang_2013_ausgabe_03_artikel_08.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)