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jahrgang_2013_ausgabe_04_artikel_06

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2013_ausgabe_04_artikel_06 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Peter Kay – AufgespieSS t=== 
 +====„Energiewende braucht neue Kursbestimmung”==== 
 +Die im Energiekonzept der Bundesregierung 
 +bei Wohngebäuden vorgesehene 
 +Senkung des Primärenergieverbrauchs 
 +bis 2050 um 80 % wird nach 
 +einer Studie des Fraunhofer Instituts für 
 +Bautechnik Investitionskosten in einer 
 +Größenordnung von rund 2,1 Bio. € nach 
 +sich ziehen. 
 +Und: Ende 2012 konnten 465.000 
 +Menschen in Deutschland nicht von ihrer 
 +Altersrente leben – Tendenz steigend. 
 +Was beide Aussagen miteinander zu tun haben? 
 +Das Fraunhofer Institut beziffert die mit den energetischen Sanierungsmaßnahmen 
 +einhergehende Verteuerung des Wohnens in Mehrfamilienhäusern 
 +je Wohnung mit 100 bis 140 € monatlich und stellt – wenig 
 +überraschend – fest, dass davon einkommensschwache Haushalte überproportional 
 +stark belastet werden. Wobei wir wieder bei den armen 
 +Alten aber auch bei den ganz normalen Durchschnittsrentnern wären. 
 +Für sie wird die Frage der Bezahlbarkeit des Wohnens zur Existenzfrage:​ 
 +„Von der Altersarmut zur Energiearmut!“ Die neue Bundesregierung 
 +sollte deshalb bei der Energiewende die „Reset-Taste“ drücken, den 
 +Kurs neu bestimmen und das Thema Klimaschutz und Bezahlbarkeit neu 
 +justieren. In diesem Zusammenhang gehören auch die völlig aus dem 
 +Ruder gelaufene EEG-Umlage und die Frage, ob der Staat über die volle 
 +Mehrwertsteuer hierauf kräftig mitkassieren muss, auf den Prüfstand. 
 +Wir können und wollen sektoral unseren Beitrag zur Energiewende 
 +durch Investitionen in Energieeffizienz,​ erneuerbare Energien und 
 +neue Technologien leisten. Das aber muss wirtschaftlich und technisch 
 +sinnvoll unter Berücksichtigung sozialer Aspekte sowie der jeweiligen 
 +wohnungsmarktspezifischen Gegebenheiten erfolgen. Dazu bedarf es 
 +keiner pauschalen Vorgaben durch die Politik, sondern Rahmen- und 
 +Förderbedingungen,​ die der Vielfalt und den unterschiedlichen Bedingungen 
 +vor Ort Raum lassen. Überzogene und falsche Vorgaben dürfen 
 +jedenfalls nicht dazu führen, dass immer weniger Haushalte sich eine 
 +angemessene Wohnung leisten können.inhalt
jahrgang_2013_ausgabe_04_artikel_06.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)