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jahrgang_2013_ausgabe_04_artikel_07

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2013_ausgabe_04_artikel_07 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Smart Metering=== 
 +====Flächendeckender Einbau nicht zu empfehlen==== 
 +Eine im Auftrag des Bundesministeriums 
 +für Wirtschaft und Technologie 
 +(BMWi) von Ernst & Young 
 +erstellte Studie kommt zu dem 
 +Ergebnis, dass der flächendeckende 
 +Einbau von intelligenten Stromzählern 
 +für Deutschland nicht zu empfehlen 
 +ist. Grundsätzlich sollen 80 % 
 +aller Haushalte in der Europäischen 
 +Union (EU) bis zum Jahr 2022 mit 
 +intelligenten Strom-Messsystemen 
 +ausgestattet werden. Alternativ 
 +dazu können die Mitgliedsstaaten 
 +auf Basis durchgeführter Kosten- 
 +Nutzen-Analysen eigene Strategien 
 +entwickeln. Diese Kosten-Nutzen-Analyse liegt nunmehr vor. Sie zeigt unter 
 +anderem auf, dass insbesondere bei Letztverbrauchern mit geringem 
 +Jahresverbrauch die Kosten für ein intelligentes Messsystem deutlich die 
 +durchschnittlich zu erzielenden jährlichen Energieeinsparmöglichkeiten 
 +übersteigen. Ein verpflichtender Einbau wäre somit unverhältnismäßig 
 +und wirtschaftlich unzumutbar. 
 +Die Gutachter unterstreichen auch die besondere Bedeutung von 
 +Datenschutz und Datensicherheit bei diesem Thema. Die intelligenten 
 +Messsysteme zeigen nicht nur an, wie viel Strom verbraucht wird, sondern 
 +geben Auskunft über die Nutzungszeit und ermöglichen eine Kommunikation 
 +von Energieverbräuchen,​ die mithilfe eines Schutzprofils geschützt 
 +werden soll. Damit sollen sie die Voraussetzung für einen effizienteren 
 +Energieeinsatz schaffen und der Herstellung von Verbrauchstransparenz 
 +dienen. 
 +Laut BMWi zeigen die Ergebnisse der Studie, dass der Ausbau intelligenter 
 +Messsysteme und Zähler gezielt und Energiewende-konform ausgestaltet 
 +werden muss. Die Bezahlbarkeit von Energie für den Verbraucher sei dabei 
 +oberste Leitlinie. Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und 
 +Immobilienunternehmen sieht sich in seiner kritischen Haltung gegenüber 
 +einem verpflichtenden Einbau von Smart Metern bestätigt. Er kritisiert 
 +darüber hinaus, dass in der Ernst & Young-Studie wichtige wohnungswirtschaftliche 
 +Aspekte, die für Smart Metering sprechen könnten, nicht betrachtet 
 +wurden. So könnten sich durch die Einführung von intelligenten 
 +Messsystemen für die Wohnungswirtschaft auch Chancen ergeben, andere 
 +Verbräuche wie Wärme und Wasser zu messen oder andere Dienstleistungen 
 +über dieses Messsystem abzuwickeln. Hieraus könnten sich andere 
 +Wirtschaftlichkeitsszenarien ergeben.inhalt
jahrgang_2013_ausgabe_04_artikel_07.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)