BekoNet - WiKi

     Das Betriebskosten-WiKi

Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


jahrgang_2014_ausgabe_01_artikel_01

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

jahrgang_2014_ausgabe_01_artikel_01 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 +===Kreisbaugesellschaft Tübingen investiert über 50.000 € in LED-Birnen=== 
 +====Kreisbau-Mieter sparen 26.000 € Nebenkosten==== 
 +Über 100.000 kWh Strom im Jahr sparen die Mieter der Kreisbaugesellschaft 
 +Tübingen künftig ein. Und das, ohne dass sie etwas dafür tun 
 +müssen, denn das erledigt ihr Vermieter für sie. Die Kreisbaugesellschaft 
 +tauscht in allen 355 Wohngebäuden Glühbirnen gegen moderne LEDs aus. 
 +Bei einem Strompreis von 26 Cent/kWh sinken die Nebenkosten dadurch 
 +um rund 26.000 € im Jahr. 
 +3.700 LED-Birnen hat die Kreisbau schon vorrätig, in den ersten Häusern 
 +wurden die alten energiefressenden Glühbirnen in den Treppenhäusern,​ 
 +Untergeschossfluren,​ Technikräumen,​ Wasch-, Trocken- und Fahrradabstellräumen 
 +sowie bei der Außenbeleuchtung der Gebäude bereits 
 +ausgetauscht. Reichen werden die jedoch wohl nicht, meint Kreisbau- 
 +Geschäftsführer Berthold Hartmann. „Ich denke, dass wir noch einmal 
 +1.000 bis 1.500 Stück brauchen werden.“ Insgesamt werde der Austausch 
 +die Wohnungsbaugesellschaft,​ deren 2.100 Wohnungen im ganzen Kreis 
 +verteilt sind, über 50.000 € kosten. Zu den Kosten der LED-Birnen kommen 
 +noch die Personalkosten für den Austausch. 
 +Den Kosten gegenüber stehen die enormen Energieeinsparungen der 
 +neuen Technik. Dem Hersteller zufolge verursacht eine 5-Watt-LEDLampe 
 +bei 1.000 Stunden Brenndauer im Jahr und einem Strompreis von 
 +26 Cent/kWh Stromkosten von 1,30 €/p. a. Eine 60-Watt-Glühlampe 
 +dagegen 15,60 €. „Natürlich brennt nicht jede Lampe 1.000 Stunden im 
 +Jahr, aber diese Zahlen machen den enormen Einspareffekt deutlich“,​ 
 +sagt Hartmann. Bei der Kreisbau werden überwiegend 60-Watt-Glühlampen 
 +gegen 5-Watt-LEDs ausgetauscht. Dadurch werden nicht nur rund 
 +100.000 kWh Strom im Jahr gespart, sondern auch rund 40 Tonnen CO2 
 +weniger ausgestoßen. 
 +Die dadurch anfallenden Stromkosteneinsparungen kommen nicht der 
 +Kreisbaugesellschaft zugute, sondern ihren Mietern. Diese profitieren 
 +durch geringere Nebenkosten in Höhe von über 26.000 €/p. a. 
 +Dass sich die Kreisbau trotz der hohen Kosten dennoch für den Umstieg 
 +entschieden hat, begründet Hartmann mit dem ökologischen Aspekt, 
 +den künftig geringeren Austauschkosten auf Grund der deutlich höheren 
 +Haltbarkeit der LED-Lampen und dem Glühbirnenverbot der Euroäischen 
 +Union. Mit der „Ökodesign-Richtlinie 2005/​32/​EG“ hat Brüssel bereits 
 +2008 einen stufenweisen Ausstieg verfügt. 
 +Der Grund: Glühlampen setzen nicht einmal 10 % des Stroms, den sie verbrauchen,​ 
 +in sichtbares Licht um, der große Rest geht als Wärme verloren. 
 +Seit September 2012 dürfen Hersteller keine Glühbirnen mehr an den 
 +Handel geben. Dass es dennoch Glühbirnen zu kaufen gibt, liegt daran, 
 +dass der Handel die Birnen in großen Mengen auf Lager genommen hat. 
 +Über kurz oder lang ist das Ende der Glühbirne jedoch abzusehen. Energiesparlampen,​ 
 +die die Europäische Union vor Jahren als Ersatz propagierte,​ 
 +waren für die Kreisbau Tübingen keine sinnvolle Alternative. „Für 
 +uns kamen sie in sicherheitsrelevanten Bereichen – und dazu gehört das 
 +Treppenhaus – nicht in Frage, weil es zu lange dauert bis die erforderliche 
 +Helligkeit erreicht ist“, nennt Hartmann einen Grund. Ein weiterer sei die 
 +Schadstoffbelastung der Energiesparlampen. Sie enthalten Quecksilber,​ 
 +das beim Bruch austreten kann. 
 +Auch LEDs waren zunächst keine Alternative für die Glühbirnen in den 
 +Kreisbau-Gebäuden. „Die ersten LEDs waren für unsere Zwecke nicht 
 +einsatzfähig. Also sind wir bei den Glühbirnen geblieben und haben abgewartet.“ 
 +Inzwischen jedoch gibt es eine Alternative,​ die LED Bulbs. Diese 
 +haben optisch viel mit der alten Glühbirne gemein und passen, anders als 
 +die ersten LEDs, auch in die ganz normalen Lampenfassungen,​ sind also 
 +ganz einfach austauschbar. „Zudem sind wir jetzt an einem Punkt, wo der 
 +Einsatz der LED Bulbs preislich vertretbar ist, wenn man sie in großen 
 +Mengen bezieht“, ergänzt Hartmann. 
 +Also legt die Kreisbau los. Bis zum Spätherbst,​ wenn wieder mehr 
 +elektrisches Licht benötigt wird, soll der Austausch abgeschlossen sein. 
 +Hartmann „Unterdessen suchen wir noch nach einer vertretbaren Lösung 
 +für LED-Röhren. Dann werden wir auch unsere Tiefgaragenbeleuchtungen 
 +auf LEDs umrüsten.“ 
 +Tauschen die Mieter auch die Leuchtmittel in ihren Wohnungen gegen die 
 +modernen LEDs können sie auf lange Sicht noch mehr sparen. Den Anstoß 
 +dazu will die Kreisbau mit einem kleinen Gewinnspiel geben, bei dem 10 
 +ihrer Mieter jeweils eine LED-Ausstattung für Ihre Wohnung gewinnen 
 +können. 
 +Hintergrund zur Berechnung der Stromeinsparung 
 +Bei insgesamt etwa 5.000 eingesetzten LED-Birnen und einer 
 +durchschnittlichen Brenndauer von einer Stunde täglich beträgt die 
 +Energieeinsparung 5.000 x 55 Watt = 270.000 Watt bzw. 275 kWh 
 +pro Tag. Im Jahr werden also mehr als 100.000 kWh gespart. 
 +Quelle: Kreisbaugesellschaft Tübingen mbH 
 +1 3 | 2014inhalt
jahrgang_2014_ausgabe_01_artikel_01.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)