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jahrgang_2014_ausgabe_01_artikel_04

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2014_ausgabe_01_artikel_04 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===Peter Kay – Aufges pieSSt=== 
 +====„Nebenkosten-Bremse“ statt „Mietpreisbremse“==== 
 +„Gutes und bezahlbares Wohnen“ will die 
 +neue Bundesregierung sicherstellen und 
 +tritt im Koalitionsvertrag schon mal auf 
 +die „Mietpreisbremse“. Die „Folterinstrumente“ 
 +hierfür sollen Begrenzungen 
 +der Bestandsmietenanpassung und der 
 +Wiedervermietungsmieten sowie ein 
 +zeitlich befristeter Ansatz einer auf 10 % 
 +reduzierten Modernisierungsumlage sein. 
 +Gut gemeint ist noch nicht gut gemacht! 
 +Unzweifelhaft stellen die Wohnkosten für 
 +zunehmend viele Haushalte – insbesondere 
 +Rentnerhaushalte und einkommensschwächere Familien – eine 
 +wachsende Belastung dar. Die Netto-Kaltmieten sind aber nur ein Teil 
 +dieser Belastung. Maßgeblich zur Verteuerung des Wohnens haben in 
 +den letzten Jahren die oft verniedlichend als „Nebenkosten“ bezeichneten 
 +warmen und kalten Betriebskosten beigetragen. Während sich 
 +die Netto-Kaltmieten von 2000 bis 2012 um durchschnittlich 16 % 
 +erhöht haben, stiegen die Preise für Wasser, Müll und weitere Dienstleistungen 
 +im gleichen Zeitraum um 19 %, Strom wurde um rund 
 +80 % teurer, Gas und Heizöl sogar um 117 % (Quelle: GdW). Steigende 
 +Energiepreise,​ Stromkosten und Steuern sind weder von Mietern noch 
 +Vermietern beeinflussbar. Sie sparen Wasser, vermeiden und trennen 
 +Müll, regeln die Heizung herunter – und am Ende steigen die Betriebskosten 
 +trotzdem weiter. Erfolge bei der energetischen Modernisierung 
 +und gut verhandelte Preise mit den Versorgern werden durch 
 +zu einem Großteil staatlich beeinflusste Kostensteigerungen wieder 
 +zunichte gemacht. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Stromverbrauch 
 +von 3.500 kWh zahlt heute mehr für den Strom als für seine 
 +Heizung. Drei Viertel der Kommunen wollen in 2013/2014 ihre Steuern 
 +und Gebühren erhöhen, größter Posten dabei ist die Grundsteuer. 
 +Die Entwicklung der Betriebskosten geht also weiter in Richtung 
 +„Zweite Miete“. Wäre da nicht eine „Nebenkosten-Bremse“ angebrachter 
 +als eine investitionsfeindliche „Mietpreisbremse“?​inhalt
jahrgang_2014_ausgabe_01_artikel_04.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)