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jahrgang_2014_ausgabe_03_artikel_04

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2014_ausgabe_03_artikel_04 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===PETER KAY – AUFGESPIESST=== 
 +====DMB-Betriebskostenspiegel mit Nebenwirkungen==== 
 +Bereits zum achten Mal hat der Deutsche Mieterbund (DMB) seinen Betriebskostenspiegel für Deutschland vorgelegt. Ausgewertet wurden dabei Betriebskostenabrechnungen von ca. 200.000 Wohnungen. Gemessen an den über 
 +21 Millionen Haushalten, die jährlich eine Betriebskostenabrechnung erhalten, sind das weniger als ein Prozent. Am Betriebskosten-Benchmarking auf Basis der Geislinger Konvention nehmen nach Aussagen der Plattform-Betreiber rund 4 Mio. Wohnungen teil. Abgesehen von der viel aussagefähigeren Binnendifferenzierung der einzelnen Betriebskostenarten gemäß Geislinger Konvention dürfte eine um das Zwanzigfache größere Datenbasis zweifelsohne wesentlich repräsentativere Zahlen zu Tage fördern. 
 +Leider nutzen die meisten Teilnehmer am Betriebskosten-Benchmarking dieses Instrument nur intern zur Steuerung ihrer Betriebskosten – und zwar erfolgreich,​ wie einzelne Auswertungen zeigen. Zusammengefasste regionale oder bundesweite Übersichten mit einer viel differenzierteren Darstellung der Betriebskosten,​ als der Betriebskostenspiegel des DMB es kann, sind so aber nicht möglich. Das ist das Manko! Die Veröffentlichung des DMB-Betriebskostenspiegels mit pauschalen Durchschnittswerten führt dagegen regelmäßig zu zwei Negativeffekten:​ 
 +1. Der Vergleich einzelner Kostenpositionen mit der eigenen Betriebskostenabrechnung durch die Mieter führt zu einem erhöhten Nachfrageaufwand bei den Vermietern. 
 +2. Viele Vermieter vergleichen die Werte des DMB-Betriebskostenspiegels mit ihren eigenen abgerechneten Betriebskosten und „lehnen sich zurück“, wenn diese unterhalb der DMB-Werte liegen. 
 +Das Verdienst des DMB-Betriebskostenspiegels ist allerdings, dass er regelmäßig den Blick für die Entwicklung der Betriebskosten schärft – Stichwort: zweite Miete – und deutlich wird, wer die Kostentreiber sind. Grundsteuererhöhungen auf breiter Front, der ungebremste Anstieg staatlicher Abgaben auf die Energiepreise oder die Einführung der Legionellenprüfung und Rauchwarnmelderpflicht sind Beispiele hierfür. Eine Mietpreisbremse greift in diesem Bereich jedenfalls völlig ins Leere!inhalt
jahrgang_2014_ausgabe_03_artikel_04.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)