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jahrgang_2014_ausgabe_04_artikel_03

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2014_ausgabe_04_artikel_03 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
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 +===Peter Kay – Aufgespie SSt=== 
 +====Späte Einsicht – Smart Meter doch zu teuer!==== 
 +Mit ihrem 3. Binnenmarktpaket aus dem 
 +Jahre 2009 hat die EU-Kommission („die 
 +schon wieder!“) die Einführung intelligenter 
 +Messeinrichtungen in den europäischen 
 +Mitgliedsstaaten gefordert. Bis 2020 sollten 
 +danach mindestens 80 % aller Verbraucher 
 +in Europa mit sogenannten Smart Metern 
 +ausgestattet sein. Wäre da nicht die 
 +Einschränkung,​ dass die Mitgliedsstaaten 
 +mittels Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen 
 +Form und Sinnhaftigkeit der Ausstattung 
 +mit diesen Geräten prüfen könnten, möchte 
 +man meinen, dass hier nach dem Motto verfahren wird „Koste es, was es 
 +wolle“! Pflichtschuldigst hat die Bundesregierung dann auch mit der Novellierung 
 +des Energiewirtschaftsgesetzes im Jahr 2011 den Startschuss 
 +für die Einführung der Smart Meter gegeben. Ein vom Bundeswirtschaftsministerium 
 +in Auftrag gegebenes Gutachten von Ernst & Young kommt 
 +jedoch schon im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass die Kosten für 
 +Einbau und Betrieb der intelligenten Zähler die Einsparungen übersteigen. 
 +Noch bedenklicher:​ Gerade bei Bürgern mit geringem Jahresverbrauch 
 +liegen die Kosten intelligenter Messsysteme deutlich über den durchschnittlich 
 +zu erzielenden jährlichen Einsparmöglichkeiten. Logische 
 +Schlussfolgerung:​ Ein verpflichtender Einbau ist unverhältnismäßig und 
 +wirtschaftlich unzumutbar. Dieser Auffassung hat sich nunmehr - endlich 
 +– auch die Bundesregierung angeschlossen. So sagte der Staatssekretär 
 +im Bundeswirtschaftsministerium,​ Rainer Baake, auf einem Energiekongress 
 +Anfang Oktober in Berlin, dass der Einbau sogenannter intelligenter 
 +Stromzähler in Wohnungen von der Bundesregierung nicht mehr forciert 
 +wird. Für Haushalte sei dies zu teuer, lohne sich nicht und würde die Energiewende 
 +noch weiter verteuern. Der Bund sagt damit den Smart Metern 
 +ade – und das ist auch gut so! (siehe hierzu auch „Aufgespießt:​ Smart 
 +Meter“ in Betriebskosten aktuell 2/​2010).inhalt
jahrgang_2014_ausgabe_04_artikel_03.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)