BekoNet - WiKi

     Das Betriebskosten-WiKi

Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


jahrgang_2014_ausgabe_04_artikel_04

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

jahrgang_2014_ausgabe_04_artikel_04 [2017/02/27 22:08] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 +===Interview mit Dr. Sven Heincke=== 
 +====Ab 1. Januar 2015 höhere Wertstofferfassungsquote==== 
 +Herr Dr. Heincke, was bedeutet das für die 
 +Wohnungswirtschaft?​ 
 +Ganz praktisch bedeutet es, dass bis spätestens 
 +Anfang 2015 jeder Haushalt zusätzlich mit Bio- und 
 +Wertstofftonne ausgestattet sein sollte. Da jedoch 
 +viele Müllplätze bereits an der Kapazitätsgrenze sind, 
 +bedeutet das mitunter Investitionskosten für die 
 +Wohnungswirtschaft. Die muss gegebenenfalls die 
 +Schaufel in die Hand nehmen, teilweise muss umfassend 
 +überplant werden. Gerade in innerstädtischen 
 +Lagen ist allerdings weder das Eine noch das Andere 
 +möglich. Vielerorts reicht die Optimierung der Behälterauslastung,​ 
 +da liegt teilweise großes Potential. Das 
 +funktioniert aber nur mit gut informierten Bewohnern 
 +nachhaltig und verlangt nach professioneller 
 +Bewirtschaftung. Insgesamt hat die Wohnungswirtschaft 
 +diese Herausforderungen aber angenommen,​ 
 +wenngleich es derzeit in einigen Ländern noch an der 
 +Biotonnenversorgung hapert. 
 +Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz macht 
 +auch das Leben für viele Bewohner komplizierter,​ 
 +fungiert im Umkehrschluss jedoch 
 +als Motor für Dienstleistungen im Bereich 
 +Abfall. 
 +Abfallmanagement ist, sofern professionell 
 +umgesetzt, Teil der Lösung und nicht Nutznießer 
 +der zunehmenden Komplexität. Schon die ganz 
 +klassischen Elemente - Beratung, Nachsortierung und 
 +Reinigung – können dabei helfen, den vermeintlichen 
 +Mehraufwand für jeden Einzelnen in einen Vorteil zu 
 +verwandeln. Der Punkt ist ja der: Letztlich haben jetzt 
 +alle Haushalte die Chance, mehr Wertstoffe in den 
 +passenden und im Wesentlichen kostenfreien Behälter 
 +zu werfen, statt in die kostenpflichtige Restmülltonne. 
 +Das ist in Zeiten von Betriebskosten als „Zweite Miete“ 
 +überaus bemerkenswert,​ benötigt aber oftmals, wie 
 +erwähnt, professionelle Hilfestellung. Der Erhalt von 
 +Rohstoffen ist im Übrigen kein kurzlebiger Zeitgeist 
 +sondern eine Zukunftsaufgabe,​ deren Lösung direkt 
 +über Lebensstandard und Wohlstand entscheidet. 
 +Recycling ist keine Frage nach dem Ob, sondern nach 
 +dem Wie. 
 +Abfallmanagement kostet Geld, ein weiterer 
 +Posten in den allerorts ohnehin stark steigenden 
 +Betriebskosten. 
 +Die Innotec arbeitet zumeist einsparfinanziert. 
 +Restmüll ist im Allgemeinen die einzig maßgebliche 
 +Abfallfraktion,​ deren Bereithaltung und Abfuhr dem 
 +Endverbraucher Geld kostet. Funktioniert unsere 
 +Dienstleistung,​ benötigen wir weniger Restmüllbehälter 
 +und reduzieren dabei diese Kosten. Aus einem 
 +Teil dieses Deltas finanzieren wir unsere dreizügige 
 +Dienstleistung und diverse weitere Module, wie etwa 
 +die Abfallschleuse. Sparen wir keine Restmüllkosten,​ 
 +verdienen wir kein Geld.inhalt
jahrgang_2014_ausgabe_04_artikel_04.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:08 (Externe Bearbeitung)