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jahrgang_2015_ausgabe_01_artikel_04

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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jahrgang_2015_ausgabe_01_artikel_04 [2017/02/27 22:09] (aktuell)
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 +===PETER KAY – AUFGESPIESST=== 
 +====Rettung des Weltklimas: Seit September nur noch energieeffiziente Staubsauger!==== 
 +Seit dem 1. September 2014 dürfen in den 
 +Mitgliedsstaaten der EU nur noch Staubsauger 
 +neu in den Verkehr gebracht werden, 
 +die u.a. weniger als 1.600 Watt verbrauchen. 
 +Ab September 2017 gilt sogar eine 
 +Leistungsbegrenzung auf 900 Watt. Wie 
 +sich das auf die Population der Hausstaubmilben 
 +oder die Sauberkeit europäischer 
 +Wohnungen auswirken wird, soll an dieser 
 +Stelle nicht näher beleuchtet werden. 
 +Obwohl diese Art der „Beleuchtung“ 
 +keine Kilowattstunde Strom zusätzlich 
 +verbrauchen würde. Hintergrund dieser „Staubsauger-Verordnung“ ist 
 +die Ökodesign-Richtlinie der EU (2009/​125/​EG),​ mit der Mindestenergieanforderungen 
 +für verschiedene Produktgruppen festgelegt werden. 
 +Diese unter Federführung der bis Ende 2014 von Günther Oettinger 
 +geleiteten EU-Kommission für Energie erarbeitete Richtlinie zeigt, mit 
 +welchem Eifer sich die EU auf den Strombereich stürzt, um das Weltklima 
 +zu retten. Der gesamte Wärmemarkt – mal abgesehen von den in die Kritik 
 +geratenen exzessiven Gebäude-Dämmvorschriften – ist dagegen gänzlich 
 +unterbelichtet – um im Bild zu bleiben. Bundesumweltministerin Barbara 
 +Hendricks hat deshalb vor gut einem Jahr völlig zu Recht festgestellt,​ dass 
 +„wir die Energiewende nur schaffen, wenn wir die Wärmewende in den 
 +Griff bekommen“. Besagter EU-Kommissar hat im Oktober letzten Jahres 
 +prognostiziert,​ dass die Verbraucher durch effektivere Anwendungen (wie 
 +z.B. energiearme Staubsauger) bis 2020 pro Haushalt 465 Euro jährlich 
 +an Stromkosten einsparen können. Zu heutigen Preisen wären das etwa 
 +1.600 Kilowattstunden jährlich, was für einen Durchschnittshaushalt einer 
 +Reduzierung seines Jahresverbrauchs um mehr als die Hälfte entspräche! 
 +Wenn ihm da kein Gedankenfehler unterlaufen ist, geht Herr Oettinger 
 +wohl von weiter steigenden Strompreisen aus – bei der EEG-Umlage mit 
 +einem prognostizierten Anstieg auf 7,7 Cent/kWh bis 2020 scheint das ja 
 +schon festzustehen. Da er jetzt aber EU-Kommissar für Digitalwirtschaft 
 +ist, wird er sich dafür wohl nicht mehr so sehr interessieren.inhalt
jahrgang_2015_ausgabe_01_artikel_04.txt · Zuletzt geändert: 2017/02/27 22:09 (Externe Bearbeitung)